Wolfgang Huter: Rennfahrerlegenden auf der Retro Classics auf dem Stand der Hockenheim Historic

Wolfgang Huter: Rennfahrerlegenden auf der Retro Classics auf dem Stand der Hockenheim Historic

Bei der „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“, die vom 15. bis 17. April 2011 stattfindet, werden die schnellsten historischen Rennserien am Start stehen. „Das Spektrum an reinem Motorsport, das wir inzwischen für den Zuschauer hautnah erlebbar bieten können, ist einmalig“, freut sich Wolfgang Huter und hatte für die Stuttgarter Oldtimermesse entsprechende Exponate zusammengestellt.

Im Schalensitz Nr. 58

So sahen die Besucher der Retro Classics 2011 auf dem Stand der Hockenheim Historic Formel 1-Boliden vom Schlage Benetton 189 F1 und Williams F1 ebenso wie Sportprototypen oder Tourenwagen wie den filigranen Abarth 1000 oder den schnellen NSU TT.

Die elfte Stuttgarter Oldtimer-Messe Retro Classics, die zum vierten Mal im Messegelände beim Flughafen stattgefunden hat, ist am Sonntag, den 13. März 2011, mit Rekordzahlen zu Ende gegangen. Mit rund 66.000 Besuchern wurde das bereits ausgezeichnete Ergebnis des Vorjahrs trotz des frühlingshaften Wetters um zehn Prozent übertroffen.

Diese hohe Besucherfrequenz war auch auf dem Stand der Hockenheim Historic zu spüren. Eine kleine Menschentraube bildete sich immer dann, wenn dort Rennfahrerlegenden zu Besuch waren - und es kamen zahlreiche: Die ehemaligen Grand-Prix-Fahrer Hans Herrmann und Jochen Mass, Porsche-Cup-Champion und DTM-Profi Roland Asch, Berg-Europameister Eberhard Mahle, die Interserie-Sieger Jürgen Neuhaus und Helmut Bross, Formel Vau-Legende Werner Müller, die NSU-Legenden Kurtle Brixner und Siegfried Spieß und einige mehr. Auch die Exponate auf dem Stand waren beliebte Fotomotive. Die Schätzungen gehen auseinander, ob der kleine Fiat Abarth oder der Porsche-Renndienst auf Basis eines Ford Transit mehr abgelichtet wurden.

Dieser historische Rennwagen-Transporter auf dem Stand hat einen Grund. Die inzwischen siebte Veranstaltung im Gedenken an den Ausnahmefahrer Jim Clark hat nämlich wieder ein außergewöhnliches Sonderthema vorzuweisen, nämlich das erste Treffen historischer Renntransporter in Deutschland im Rahmen einer hochkarätigen Motorsport-Veranstaltung. Erstmals zu sehen ist deshalb auf der Retro Classics ein frisch restaurierter Porsche-Renndienst auf Basis eines Ford Transit, selbstverständlich in Rubinrot lackiert. Die Zuffenhausener verwendeten diesen Typ in der Porsche 908-Ära, wie beispielsweise auf der Targa Florio im Jahr 1970.

Die einmalige Aufstellung der seltenen Transporter und Renndienste der Marken Ferrari, Maserati, Mercedes-Benz, Ford und VW in Hockenheim wird in diesem Jahr auch den würdigen Rahmen für das Treffen von Rennfahrerlegenden und Größen des Motorsports darstellen.

Auch auf Ausstellerseite verzeichnete die Messe mit mehr als 1300 Teilnehmern und rund 3200 ausgestellten Fahrzeugen einen Rekord (2010: 1188 mit 3000 Fahrzeugen). Ihr Flächenbedarf hat das gesamte verfügbare Messegelände mit 100.000 Quadratmeter in Anspruch genommen. Schließlich hat die Internationalität der Stuttgarter Oldtimer-Messe zugelegt, was sich an Besuchern und Ausstellern aus rund 20 Ländern nachweisen lässt. Neue Aussteller kamen zum Beispiel aus Österreich, Belgien und den USA, während Besucher aus Nachbarländern wie der Schweiz, Österreich, Frankreich und Benelux anreisten. Auch Gäste aus Tschechien, Polen, England, Kroatien, Spanien, Portugal, Ungarn, Italien oder der Volksrepublik China wurden an den Ständen in den acht Messehallen begrüßt.

„Es war eine rundum erfolgreiche Veranstaltung. Die elfte Retro Classics ist den hohen Erwartungen erneut mehr als gerecht geworden“, sagte Roland Bleinroth (im schalensitz Nummer 55), Geschäftsführer der Messe Stuttgart, der am (heutigen) Sonntagnachmittag eine erste positive Bilanz zog: „Unsere Oldtimer-Messe hat erneut einen Schub an Qualität, Quantität und Internationalität erhalten, sowohl was Aussteller als auch Besucher angeht.“ Zudem sei ihr Markenzeichen als Premium-Ausstellung eindeutig bestätigt worden. Dazu gehörten ein eigenes, klares Messeprofil sowie ein hochwertiges, Kaufkraft starkes Publikum, was „uns von den meisten anderen Oldtimer-Messen unterscheidet.“ Schließlich hätten sich die Besucher nicht nur am Anblick der vielen Fahrzeuge erfreut, sondern „auch Old- und Youngtimer gekauft“. So habe die Mehrheit der rund 350 Fahrzeuge auf der Verkaufsbörse in Halle 6 neue Besitzer gefunden und auch bei den Händlern herrschte große Zufriedenheit. Bereits am Freitagabend hingen an mehreren Fahrzeugen sowohl im Oldtimer-, Youngtimer- wie auch im hochpreisigen Neo Classics-Segment die „Verkauft“-Schildchen.

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