Tom Kristensen: Le Mans ist heute noch so wie früher

Tom Kristensen: Le Mans ist heute noch so wie früher

Mit der vierten Zeitzeugen-Gruppe im Rahmen des Symposiums zur Eröffnung der Sonderausstellung Le Mans bei PROTOTYP in Hamburg am 28. November 2009 wird der Generationswechsel offensichtlich. Porsche spielt derzeit keine Rolle mehr im Kampf um den Gesamtsieg.

Im Schalensitz Nr. 9

Die Dominanz in den letzten Jahren hat Audi übernommen, mit einem herausragenden Fahrer: Tom Kristensen. Der achtfache Le Mans-Sieger schlägt trotzdem die Brücke von Porsche zu Audi. 1996 und 1997 nämlich hat Porsche im Zusammenspiel mit dem englischen TWR-Team und somit auch dem Konstrukteur Ross Brawn das französische Langstreckenrennen gewonnen.  Einer der Fahrer im zweiten Jahr: Der schnelle Däne Kristensen und sein Rennleiter: Ralf Jüttner. Der Sohn des ehemaligen Borgward-Rennfahrers Rainer Jüttner wurde Rennleiter Joest-Racing für Audi – und hat seinen talentierten Fahrer weiter verpflichtet.

Tom Kristensen: Le Mans ist heute noch so wie früher

Es begann eine Erfolgsstory ohne Beispiel: Kristensen hat achtmal an der Sarthe gewonnen – und will, so bekannte er auf hartnäckige Nachfrage des Moderators Adriano Cimarosti (ehemals Sportredakteur der Schweizer Automobil Revue) weiter fahren und gewinnen. Der sympathische Däne ließ aber auch keinen Zweifel daran, dass nach seiner Einschätzung Le Mans heute noch wie damals ist, nämlich ein Hochleistungssport, den Teamgeist, Ingenieurarbeit aber auch  das Kunsthandwerk kennzeichnen. Le Mans ist der Ausdauersport, während des Rennens und auch in der Vorbereitungszeit, wie Ralf Jüttner deutlich machte: „Das Jahr hat 365 Tage, ziehen Sie den Renntag ab – und Sie kennen die Vorbereitungszeit auf das nächste Rennen“, brachte er unmissverständlich auf den Punkt.

Tom Kristensen: Le Mans ist heute noch so wie früher

Den zweiten Schwerpunkt des vierten und letzten Panels bildeten zwei Motorenbauer. Hans Mezger (im schalensitz Nummer 5) gab Einblicke in seine Konstruktionszeit bei Porsche und bestätigte beispielsweise für den Zwölfzylinder des Le Mans-Siegerwagens 917 eine neun Monate lange Entwicklungszeit. „Und das war verdammt kurz“, bekannte das Motoren-Genie, der unter anderem auch den TAG Formel 1 Turbo konstruierte mit dem Mc Laren zweimal Weltmeister werden konnte. Ulrich Baretzi zeichnet für den aktuellen Le Man-Siegermotor verantwortlich, einen Zehnzylinder Diesel und musste sich somit auch die Frage gefallen lassen, ob ein Start in einem Elektroauto zu erwarten sei. Der Ingenieur liess keinen Zweifel daran, dass es das nicht mehr erleben werde. Le Mans bleibt eben Le Mans.  

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