Stefan Bradl ist neuer Motorrad-Weltmeister der Moto2-Klasse

Stefan Bradl ist neuer Motorrad-Weltmeister der Moto2-Klasse

Stefan Bradl (im Schalensitz Nr. 38) ist neuer Motorrad-Weltmeister der Moto2-Klasse. Der Sohn des ehemaligen Rennfahrers Helmut Bradl, der 1991 Vizeweltmeister in der Viertelliter-Klasse auf einer Werks-Honda NSR 250 war, konnte das WM-Finale der Saison 2011 in Valencia für sich entscheiden.

Im Schalensitz Nr. 85

Der 21-Jährige aus Zahling kam mit 23 Zählern Vorsprung zum WM-Finale der Saison 2011 nach Valencia in Spanien und stand bereits am Trainingssamstag als neuer Champion fest, nachdem Kontrahent Marc Marquez aus Spanien, der sich theoretisch noch Chancen ausrechnen konnte, gesundheitlich nicht in der Lage war, am Training teilzunehmen. Marquez wurde Vizemeister vor Andrea Iannone aus Italien, beide auf Suter-Honda. Die Siegerehrung fand am Sonntag Abend mit rund 250 geladenen Gästen in der Innenstadt von Valencia statt. Im schalensitz war dabei, um dem frischgebackenen Weltmeister ganz herzlich zu gratulieren.

Stefan Bradl gewann den WM-Titel mit dem Kiefer Viessmann Racing Team auf einer Kalex-Honda, die vom Vierzylinder der CBR 600 RR angetrieben wird. Er erzielte in der Saison vier Siege, fünf zweite und zwei dritte Plätze. Dazu kamen ein fünfter, ein siebter und ein achter Rang. Zwei Mal fuhr der junge Bayer nicht in die Punkte, so auch beim Rennen in Valencia, das für den Weltmeister mit einem Sturz wegen einsetzenden Regens auf der tückisch einzuschätzenden Piste endete. Im Training war er zuvor Bestzeit gefahren.

Das Malheur beim Finale, das der Bayer zum Glück unversehrt überstand, konnte die Freude über den weltmeisterlichen Erfolg aber nicht trüben. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Am Ende einer Saison zählen die Punkte und wer die meisten hat, ist der Champion. Ich bin schon stolz darauf, dass dahinter nun der Name Stefan Bradl steht“, freute sich der sympathische Bayer, der auch auf der Straße, wenn es die Zeit zulässt, gerne zum Vergnügen in den Motorradsattel einer CBR1000RR Fireblade klettert.

Angefangen hat die Karriere von Stefan Bradl, der privat eine Honda CBR 1000 RR Fireblade fährt, vor acht Jahren im Red Bull Rookies Cup. Diese Nachwuchsserie von Honda Deutschland auf 125er-Production-Racern war die Idee des damaligen Generalmanagers Norbert Köpke, der heute im Ruhestand ist. Erklärtes Ziel war, einen künftigen Weltmeister zu finden und auf den Weg zu bringen, um der deutschen Motorradszene wieder zu einem Idol und neuem Vorbild zu verhelfen. Bradl, der einzige, der aus diesem „Talentschuppen“ in der Straßen-WM übrigblieb und sich in den Folgejahren in die Weltspitze fuhr. Seit 18 Jahren gab es im GP-Sport keinen deutschen Motorradweltmeister mehr. Letzter Titelträger war 1993 der Biberacher Dirk Raudies auf einer Honda RS 125 in der Achtelliterklasse.

Stefan Bradl ist der Sohn des ehemaligen Rennfahrers Helmut Bradl, der 1991 Vizeweltmeister in der Viertelliter-Klasse auf einer Werks-[[Honda]] NSR 250 war.


Bilderstrecke: Stefan Bradl ist neuer Motorrad-Weltmeister der Moto2-Klasse

Hier gibt es mehr Rennsport auf Carsablanca:

Berühmte Rennstrecken

Berühmte Rennfahrer

Berühmte Rennwagen

Historisches Renngeschehen

Im Schalensitz

Mille Miglia