Stefan Bradl: Eines der härtesten Rennen auf dem Sachsenring

Stefan Bradl: Eines der härtesten Rennen auf dem Sachsenring

Der Motorrad Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring am 17. und 18. Juli 2010 war der spannendste in dieser Saison, und zwar in allen drei Klassen. Stefan Bradl kämpfte in der Moto2 eindrucksvoll um die Positionen und meldete sich in der Top 10 zurück.

Im Schalensitz Nr. 38

Verletzungsbedingt fehlte Stefan Bradl (übrigens gesponsert von der Windreich AG, einem der führenden Anbieter in der Windbranche) beim letzten Rennen in Barcelona, aber dafür meldete er sich beim achten WM-Lauf der Klasse Moto2 auf dem Sachsenring umso erfolgreicher zurück. Mit einem tollen Rennen und dem 9. Rang in der Ergebnisliste beendete er heute das Rennen. Dabei spielten die kühleren Wetterbedingungen etwas in seine Richtung, denn körperlich war er durch die Verletzungen eigentlich noch nicht so fit als normal üblich.

Vladimir Leonov, Stefans Teamkollege bei Viessmann Kiefer Racing, erreichte den 24. Platz. Er musste, bedingt durch den Sturz eines anderen Fahrers, gleich nach dem Start bis nahezu zum Stillstand herunterbremsen. Damit hatte er natürlich den Anschluss komplett verloren und musste dem Feld hinterher jagen. Dass er dabei seine Reifen überbeanspruchen musste, war eine logische Folge.

Stefan Bradl kämpfte um jede Position. "Das war sehr, sehr hart, denn hier gibt es absolut keine Pause wo man etwas Luft holen könnte. Durch die erste Kurve bin ich gut durchgekommen, aber ich hatte die Reifen nicht gleich auf Temperatur und konnte daher den Speed nicht gleich mitgehen. deshalb habe ich zu Beginn zuviel verloren. Generell bin ich aber froh, dass ich überhaupt ins Ziel gekommen bin, denn in der letzten Runde war ich einem Sturz sehr nahe: Ein anderer Fahrer hatte mich in der letzten Runde auf der linken hinteren Seite touchiert. Dabei ging bei meinem Konkurrenten der Kühler kaputt und ich hatte in der Folge auf dessen auslaufenden Kühlflüssigkeit einen riesigen Rutscher und "fast Sturz". Dann habe ich das Motorrad wortwörtlich noch durch die letzte Kurve "getragen", denn ich wollte unbedingt ins Ziel. Ich bin über das Ergebnis zufrieden, denn mir war wichtig, dass wir das komplette Wochenende vorne mit dabei waren, das gibt mir eine gehörige Menge an Motivation für das nächste Rennen in Brünn."

Der König der Show aber war wieder einmal Valentino Rossi. Mit einem Krückstock lief er zu seiner Yamaha und meldete sich in der Motorrad-Königsklasse mit einem hart umkämpften vierten Platz zurück – und rund 100.000 Fans jubelten.

Dramatik auch in der 125er Klasse: Pol Espargaró vom Team Tuenti Racing Derbi stürzte in Führung liegend und ebnete seinem Gegner im Kampf um die Weltmeisterschaft, M. Märques, den Weg zum Podium.

Die besondere Atmosphärte des Sachsenrings lockte auch Legenden nach Hohenstein-Ernstthal. So beispielsweise den sechsfachen Weltmeister Jim Redman, den mehrfachen Deutschen Meister Dieter Braun und Weltmeister Dirk Raudies. Peter Rubatto (im schalensitz Nummer 34) führte das wieder aufgetauchte MZ-Team in der GP2 gleich in die Punkteränge.


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