Smudo: Farbe in das 24-Stunden-Rennen gebracht

Smudo: Farbe in das 24-Stunden-Rennen gebracht

Smudo, Frontmann der „Fantastischen Vier“ und leidenschaftlicher Rennfahrer, setzt beim Motorsport weiter auf Biokraftstoffe. Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am 25. und 26. Juni 2011 ging der Musiker und seine drei Teamkollegen mit dem „Bioconcept-Car III Diesel“ an den Start.

Im Schalensitz Nr. 73

Dabei handelt es sich um einen speziell für den Langstreckensport aufgebauten VW Scirocco mit einem 240 PS starken 2 Liter Dieselaggregat, das mit einem neuen Hochleistungskraftstoff auf Basis von Rapsöl angetrieben wird. Noch am Abend vor dem Rennen herrschte bei Four Motors große Aufregung, da im Training der Turbolader kaputt ging. Der Serienwagen eines Teammitglieds diente schließlich als Organspender. Dadurch gingen zwar, so Smudo, einige PS verloren, aber wir konnten 131 Runden auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt abspulen.

Erstmals wird das von Smudo mitgegründete Team Four Motors mit einem Gemisch aus konventionellem Raps-Biodiesel (RME) und dem neuen Biokraftstoff „HVO“ am berühmt-berüchtigten Langstreckenklassiker auf der auch als „Grüne Hölle“ bekannten Nordschleife fahren. HVO steht für „Hydrotreated Vegetable Oil“ (hydriertes Pflanzenöl), das unter dem Namen NExBTL vom finnischen Unternehmen Neste Oil produziert wird. Während beim normalen Biodiesel Methanol für die Umwandlung des Rapsöls in Rapsmethylester (RME) verwendet wird, kommt bei der Herstellung von HVO Wasserstoff zum Einsatz. Bei der Verbrennung des HVO entstehen so weniger Ruß und andere umwelt- und gesundheitsschädliche Stoffe. Um die Schmierfähigkeit weiter zu optimieren, werden dem neuen Biokraftstoff zwei bis sieben Prozent herkömmlicher Biodiesel beigemischt.

Smudo startete vor acht Jahren erstmals mit einem so genannten Bioconcept-Car auf dem Nürburgring und Biodiesel aus heimischem Rapsöl. Neben alternativem Kraftstoff aus Raps kamen bei den Fahrzeugen auch Bioverbundwerkstoffe zum Einsatz, die ähnlich wie Kohlefaserbauteile das Fahrzeuggewicht reduzieren und dabei hochstabil sind.

Bei der 39. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens siegten an diesem Wochenende Marc Lieb ( im schalensitz Nummer 14)/Lucas Luhr/Timo Bernhard (im schalensitz Nummer 50)/Romain Dumas (im schalensitz Nummer 36) im Porsche 911 GT3 RSR. Die Piloten um den Bonner Teamchef Olaf Manthey konnten sich vor 250.000 Zuschauern rund um die legendäre Nordschleife des Nürburgrings in einem packenden Schlagabtausch gegen Dutzende Werksmannschaften und werksunterstützte Teams durchsetzen. Nach 156 Runden (3.958,968 km) beendeten sie im Ziel das wohl schnellste 24h-Rennens aller Zeiten vor der zweitplatzierten Werksmannschaft von BMW Motorsport, die die Titelverteidigung nur knapp verfehlte. Dritte wurden das Audi-Team von Marc Basseng (Neusalza) / Marcel Fässler/Andrea Piccini/Frank Stippler , das im Audi R8 LMS das Vorjahresergebnis wiederholen konnten.

Nürburgring-Legende „Strietzel“ Hans-Joachim Stuck (im schalensitz Nummer 63) pilotierte den einzigen Lamborghini - einen Gallardo LG 600-P - mit seinen beiden Söhnen Johannes und Ferdinand als „Team Stuck hoch Drei“ auf seiner letzten Dienstfahr über den Ringt. Stolzes Ergebnis eines stolzen Vaters und seiner stolzen Sohne: PLatz 15 Im Gesamtklassement! In Zukunft wird Strietzel keine Rennen mehr fahren und nur noch als Markenbotschafter für die Volkswagen Gruppe arbeiten und sich vornehmlich um Zukunftstechnologien kümmern.

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