Siegfried Seifert: Der besondere Senior bei der Essen Motor Show

Siegfried Seifert: Der besondere Senior bei der Essen Motor Show

Nach einem Jahr Pause fand auf der Essen Motor Show (25. November bis 4. Dezember 2011) wieder das einzigartige Treffen ehemaliger Rennfahrer und Motorsport-Größen „Hallo wie geht´s“ statt. Streckensprecher-Legende Rainer Braun (im schalensitz Nummer 13 und Nummer 48) hat die beliebte Motor Sport aktuell (msa)-Kolumne erfunden und am Eröffnungswochenende für seine rund 300 Motorsport-Gäste ein dreistündiges Programm mit vielen Ehrungen geboten.

Hans-Joachim Stuck (im schalensitz Nummer 63) war zum ersten Mal dabei und versprach: „Ich komme jetzt öfter“. Der 60-jährige wurde an seine großen Triumphe seiner 42-jährigen Laufbahn erinnert. Denn das Motto des Abends war 40 Jahre Deutsche Rennsport Meisterschaft (DRM), die der Bayer im ersten Jahr, also 1972, gewann. Geehrt wurde auch Jochen Neerpasch für sein Engagement in Bezug auf die Nachwuchsförderung und der Senior des Abends Siegfried Seifert.
Möglich gemacht wurde das Comeback von Hallo wie geht´s durch im schalensitz-Herausgeber Tobias Aichele, der mit msa-Chefredakteur Leopold Wieland die Unterstützung durch Willi Balz einleitete. Der Windreich-Chef ist der Tradition und dem Erhalt des historischen Kulturguts stets verbunden. 

Der leidenschaftliche Motorsportler Siegfried Seifert (92), Schwiegervater von Kurt Ahrens (im schalensitz Nummer 28), kann bereits 60 Jahre zurückblicken. Der Dresdner Formel 3-Fahrer fuhr in den 50er und 60er Jahren knapp 100 Rennen auch auf Rennstrecken außerhalb der ehemaligen DDR. Nach seinem Ausstieg, verursacht durch einen schweren Unfall, widmete sich Siegfried ab 1965 der professionellen Konstruktion von Rahmen und Fahrwerken und war ab 1980 für die technische Abnahme aller Formel- und Tourenwagen verantwortlich.

Die 44. Essen Motor Show hat dank der vor zwei Jahren begonnenen Neu-Ausrichtung wieder deutlich Fahrt aufgenommen. Die 513 Aussteller und bis zum Messeschluss  rund 340.000 Besucher stellten der Messe wieder ein sehr gutes Zeugnis aus. Zum Teil wurden ihre Erwartungen deutlich übertroffen. Wozu nicht zuletzt der weltweit einzigartige, auf automobile Sportlichkeit fokussierte Angebotsmix beigetragen hat. Die besucherstärkste jährliche Automobilausstellung, die wieder Spiegelbild der automobilen Faszination und Emotion war, erhielt von Ausstellern und Besuchern gleichermaßen Top-Noten. Das Tunen des Messekonzeptes hat in diesem Jahr seine volle Wirkung entfaltet. Die Essen Motor Show beweist, dass sie in der Lage ist, das große Potential des Motorsportsektors zu aktiveren“, unterstreichen Frank Thorwirth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Essen, und Messe-Geschäftsführer Egon Galinnis. So wie die Neuausrichtung des Messekonzeptes an die Ursprünge der Messe als „Internationale Sport- und Rennwagenausstellung“ anknüpfe, entwickele sich auch die Besucherzahl wieder deutlich nach oben.