Sascha Maassen: Porsche Supercup bei der Formel 1 auf dem Hockenheimring mit den Siegern Alonso, Massa und Vettel

Sascha Maassen: Porsche Supercup bei der Formel 1 auf dem Hockenheimring mit den Siegern Alonso, Massa und Vettel

Der Grosse Preis von Deutschland am 24. und 25. Juli 2010 zeigte sich zu seinem 40. Geburtstag auf dem Hockenheimring von seiner besten Seite: mit Spannung, vielen Zuschauern und hohem Promifaktor. Für den tolimit-Fahrer Sascha Maassen war das Porsche Supercup-Rennen im Vorfeld der Formel 1 eine besondere Herausforderung: Ich ging vom 18. Startplatz ins Rennen und wurde Zwölfter.

Im Schalensitz Nr. 39

„Im Qualifying am Samstag lagen die Zeiten extrem dicht beieinander, die Top 20 waren innerhalb einer Sekunde. Ich habe leider meine besten Sektoren nicht in eine Runde packen können und deshalb nicht meine theoretisch schnellste Runde erreicht. Das musste ich dann im Rennen ausbaden und ziemlich weit hinten starten.

Im Rennen hatte ich dann einen ziemlich schlechten Start und noch mal einige Positionen verloren. Doch dann habe ich mich durch das Feld gekämpft, mein Auto lief am gesamten Wochenende richtig gut. Es war ein tolles und spannendes Rennen mit vielen Zweikämpfen, Berührungen und Drehern im Feld. Ich war zwischendurch sogar kurz Elfter, habe aber dann noch einen Fehler gemacht und wurde am Ende Zwölfter.“

Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg hat sich Nicolas Armindo im Porsche-Mobil1-Supercup zurückgemeldet. Mit dem Porsche 911 GT3 Cup von Al Faisal Lechner Racing siegte der Franzose auf dem Hockenheimring mit 2,226 Sekunden Vorsprung vor Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) vom Team VELTINS MRS Racing. Der Köschinger Christian Engelhart (SANITEC/GILTRAP Racing) bestätigte seine starke Vorstellung aus dem Qualifying und sicherte sich als Dritter seinen ersten Podiumsplatz im schnellsten internationalen Markenpokal der Welt.

Lauda, Macht und Porsche Obwohl er als Vierter knapp am Podium vorbeifuhr, war der Slowake Stefan Rosina (Lechner Racing) einer der großen Gewinner des siebten Saisonrennens. Tabellenführer René Rast aus Steyerberg (Al Faisal Lechner Racing) und sein britischer Titelrivale Nicholas Tandy (Konrad Motorsport) kamen sich nämlich gleich in der ersten Runde vehement in die Quere und mussten sich schließlich mit leeren Händen auf den Heimweg machen. Stefan Rosina verbesserte sich in der Punktewertung auf den dritten Platz, liegt nur noch einen Zähler hinter dem Briten. Damit gehört er plötzlich wieder zum engeren Kreis der Titelkandidaten.

Nachdem Nicholas Tandy sein Auto an der Box abstellen musste und René Rast mit einem Reifendefekt ausrollte, hatte Nicolas Armindo freie Fahrt. Der Gaststarter aus dem Porsche Carrera Cup Deutschland, wo er als Tabellenführer auf Titelkurs liegt, hielt seine Verfolger sicher auf Distanz. Als Zweiter holte Jan Seyffarth sein bisher bestes Saisonergebnis. In der hektischen Anfangsphase des Rennens war er, ebenso wie Christian Engelhart, mehr damit beschäftigt, seine Platzierung nach hinten abzusichern, als einen ernsthaften Angriff auf den Spitzenreiter zu versuchen. Danach hatte sich der Franzose schon zu weit abgesetzt.

Porsche-Mobil1-Supercup-Siegerehrung Hinter Stefan Rosina, der bei den Auftaktrennen in Bahrain seinen bisher einzigen Podiumsplatz in dieser Saison geholt hatte, landete der Niederländer Jaap van Lagen (Team Bleekemolen Harders Plaza) auf dem fünften Platz. Er setzte sich in einem harten Duell gegen den Österreicher Norbert Siedler (VELTINS MRS Racing) durch, den Sieger von Barcelona. Mit dem Österreicher Martin Ragginger (Schnabl Engineering Team Parker Racing) kam ein weiterer Gaststarter aus dem Porsche Carrera Cup Deutschland als Siebter ins Ziel. Der Niederländer Sebastiaan Bleekemolen (Team Bleekemolen Harders Plaza) wurde Achter. Den neunten Platz belegte der Neuseeländer Matt Halliday (SANITEC/GILTRAP Racing) vor Patrick Huisman (Konrad Motorsport), dem Supercup-Rekordsieger aus den Niederlanden.

Vater und Sohn Lauda Der österreichische Gaststarter Mathias Lauda, Sohn der Rennlegende Niki Lauda, überzeugte im VIP-911 GT3 Cup der Porsche AG mit konstant schnellen Zeiten. Wegen eines Reifendefekts und des somit notwendigen Boxenstopps landete er letztlich nur auf dem 20. Platz.

Karriere Sascha Maassen

Persönliche Daten
Geburtsdatum: 28. September 1969
Geburtsort: Aachen (D)
Wohnort: Lontzen (B)
Beruf: Profi-Rennfahrer seit 1992
Familienstand: verheiratet mit Verena, ein Sohn (Montego Elias)
Größe: 1,76 m
Gewicht: 77 kg
Hobbys: Tennis, Badminton, Lesen, alle Arten von Sport   

2010

12 Stunden Sebring
Muscle Milk Team Cytosport
4. Platz Gesamtwertung/1. Platz LMP2 mit Teamkollegen Greg Pickett, Klaus Graf, Porsche RS Spyder

2009

Porsche-Werksfahrer

Italienische GT-Meisterschaft
Autorlando Sport
4. Platz GT2 (drei Siege), Teamkollege Francisco Cruz Martins 1. Platz GT2, Porsche 997 RSR

24 Stunden Daytona
Team Wright Motorsports
11. Platz Gesamtwertung/3. Platz GT mit Teamkollegen Phillip Martien, Batavia Zacharias, Patrick Pilet, Porsche 911 GT3

2008

ALMS
Porsche-Werksfahrer
4. Platz LM P2 mit Teamkollege Patrick Long, Porsche RS Spyder

24 Stunden Le Mans
Team Essex
12. Platz Gesamtwertung/2. Platz LM P2 mit Teamkollegen John Nielsen, Casper Elgaard, Porsche RS Spyder

2007

ALMS
Porsche-Werksfahrer
2. Platz LM P2 mit Teamkollege Ryan Briscoe (drei Siege), Porsche RS Spyder

2006

ALMS
Porsche-Werksfahrer
1. Platz LM P2 mit Teamkollege Lucas Luhr (drei Siege), Porsche RS Spyder

24 Stunden Spa
1. Platz G2 mit Teamkollegen Lucas Luhr und Marcel Tiemann, Porsche 911

2005
Porsche-Werksfahrer
Mitarbeit Entwicklung Porsche RS Spyder

ALMS
1. Platz LM-P2 Laguna Seca

2004

FIA GT-Meisterschaft
Porsche-Werksfahrer
1. Platz N-GT mit Teamkollege Lucas Luhr (sechs Siege), Porsche 911

24 Stunden Le Mans
1. Platz GT2 mit Teamkollegen Jörg Bergmeister und Patrick Long, Porsche 911

12 Stunden Sebring
1. Platz GT mit Teamkollegen Timo Bernhard und Jörg Bergmeister, Porsche 911

2003

ALMS
Porsche-Werksfahrer
1. Platz GT mit Teamkollege Lucas Luhr (fünf Siege), Porsche 911

24 Stunden Le Mans
1. Platz GT, Porsche 911

2002

ALMS
Porsche-Werksfahrer
1. Platz GT mit Teamkollege Lucas Luhr (sieben Siege), Porsche 911

24 Stunden Le Mans
2. Platz GT, Porsche 911

24 Stunden Daytona
4. Platz, Champion Lola-Porsche

FIA GT-Meisterschaft
Gasteinsätze (zwei Siege), Porsche 911

2001

ALMS
Porsche-Werksfahrer
3. Platz GT (bester Porsche-Fahrer), Porsche 911

Porsche Supercup
5. Platz (ein Sieg), Porsche 911

2000

ALMS
Porsche-Werksfahrer
3. Platz GT (fünf Siege), Porsche 911

Porsche Supercup
4. Platz (ein Sieg), Porsche 911

24 Stunden Le Mans
2. Platz GT, Porsche 911

Sports Racing World Cup
3. Platz beim Gaststart Nürburgring, Lola-Ford

Porsche Carrera Cup
Zwei Gaststarts, Porsche 911

1999
Porsche Supercup
4. Platz Cup-Endwertung, Porsche 911

FIA GT
Pole Position in Oschersleben, Porsche 911

ALMS
1. Platz (GT) Petit Le Mans, Porsche 911 GT3-R

1998
FIA GT2
Roock Racing Porsche GT2
1. Platz (GT2) Budapest (einziger Porsche-Sieg der Saison), Porsche 911

FIA GT1
Porsche-Fahrer Evaluationstest für Le Mans und Mugello, Porsche GT1

1997

Supertourenwagen
Nissan-Werksfahrer
10. Platz Deutsche Meisterschaft, Nissan Primera

1996

Supertourenwagen
Nissan-Werksfahrer
16. Platz Deutsche Meisterschaft (bester Nissan-Werksfahrer), Nissan Primera

Formel 3000
Britische Meisterschaft (eine Pole Position, ein Sieg)

1995

Supertourenwagen
Nissan-Werksfahrer
1. Platz Team World Cup, Nissan Primera
14. Platz Deutsche Meisterschaft, Nissan Primera

Formel 3
4. Platz Macao Grand Prix

1994
Formel 3
Opel-Werksfahrer
1. Platz Macao Grand Prix
3. Platz Monaco Grand Prix
3. Platz Marlboro Masters Zandvoort
4. Platz Deutsche Meisterschaft (fünf Pole Positions)

1993

Formel 3
Volkswagen-Werksfahrer
3. Platz Deutsche Meisterschaft (vier Pole Positions, vier Siege)
2. Platz (1. Heat) Macao Grand Prix

1992

Formel 3
Volkswagen-Werksfahrer
3. Platz Deutsche Meisterschaft (drei Pole Positions, drei Siege)

1991

Formel 3
9. Platz Deutsche Meisterschaft

1990

Formel Ford 1600
2. Platz Europäische Meisterschaft
2. Platz Deutsche Meisterschaft
2. Platz Benelux-Meisterschaft

1989

Formel Ford 1600
3. Platz Europäische Meisterschaft
6. Platz Deutsche Meisterschaft

1988
2. Platz Internationale Deutsche Kart-Meisterschaft

1983

Erste Kartrennen

 
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