Roland Asch: Der Schwabenpfeil ist 60

Roland Asch: Der Schwabenpfeil ist 60

Am 12. Oktober 2010 feierte der sympathische Rennfahrer Roland Asch aus dem schwäbischen Örtchen Ammerbuch seinen 60. Geburtstag im Kreise seiner Freund und der Familie. Im schalensitz-Herausgeber Tobias Aichele war dabei und durfte in die besondere Welt des „Schwabenpfeils“ eintauchen.

Im Schalensitz Nr. 43

Geladen wurde zum Autohaus Asch, welches als Schlepper-Vertretung seit über 60 Jahren existiert und vor 54 Jahren zur Ford-Vertretung wurde. Roland Asch hat aber den Bezug zu den Landfahrzeugen nie verloren („ich bin schließlich mit Landmaschinen aufgewachsen“) und bekam deshalb auch von seinen Schlepper-Freunden einen frisch restaurierten „Wahl“ aus dem Jahr 1954 überreicht. Auf einem an dem Überrollbügel befestigten Schild steht geschrieben: „Wer Roland Asch nicht kennt, hat die Welt verpennt.“

Tatsächlich ist die Popularität des 60-jährigen ungebrochen. Der 12. Oktober geriet für den Schwaben zu einem Telefon-Marathon. Erst am Abend konnte er sich seinem geliebten Enkelsohn so ausführlich widmen, wie es der zweijährige von seinem Opa einforderte. Ehefrau Gredel Asch, die beiden sind am kommenden Montag, den 18. Oktober 2010, 35 Jahre verheiratet, hielt ihrem Mann immer den Rücken frei und erinnert sich noch genau an die vielen Geschichten, die ein Rennfahrerleben eben schreibt. Vor allem im Gespräch mit Rennfahrer-Freund Helmut Bross (im schalensitz Nummer 36) sprudelten die Erinnerungen; zum Beispiel, als Helmut seinen werksseitigen Porsche 906 für Roland von einem Anhänger zum Probesitzen ablud und dieser ungefragt zu einer Probefahrt ins Gäu entschwand – ohne Zulassung, wie der damals 18-jährige in seiner Euphorie nicht bemerkte.

Roland Asch beim Fahrerwechsel Seine Automobillaufbahn begann 1973 mit Slalomrennen und führte ihn zu Bergrennen, wo er 1981 Deutscher Meister wurde. Nach Erfolgen in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft erfolgte sein Debüt in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft 1985. Bis 1994 fuhr Asch ausnahmslos auf Mercedes. 1995 folgte der Übergang in den Super Tourenwagen Cup.

Neben Tourenwagen fuhr Asch auch erfolgreich in anderen Klassen. So gewann er den deutschen Porsche 944 Turbo Cup 1987, 1988 und 1989, sowie den Porsche Carrera Cup Deutschland 1991.

Roland Asch bei der Hockenheim Classics Mit mittlerweile über 50 Jahren kehrte er in den Porsche Carrera Cup zurück, in welchem er bis 2003 fuhr. Ein Jahr später lenkte er bei einigen Rennen einen Ford in der Tourenwagen-Europameisterschaft, der heutigen Tourenwagen-Weltmeisterschaft.

1999 fuhr er beim 24-h-Rennen auf dem Nürburgring einen Nissan Skyline GT-R des japanischen Teams von Falken Tyres und in diesem Jahr einen nahezu serienmäßigen Porsche GT3.

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