René Rast: Triumph beim größten Porsche-Rennen aller Zeiten

René Rast: Triumph beim größten Porsche-Rennen aller Zeiten

Es ist der größte Erfolg seiner Karriere: Auf der legendären Nürburgring-Nordschleife gewann René Rast mit seinem Porsche 911 GT3 Cup am 25. Juni 2011 den Porsche Carrera World Cup, das größte Porsche-Rennen aller Zeiten mit rund 80 Teilnehmern aus 25 Nationen.

Im Schalensitz Nr. 73

In einem spannenden Duell um den Sieg verwies der Steyerberger von VELTINS Lechner Racing mit einer starken Leistung auf der regennassen Traditionsrennstrecke seinen österreichischen Teamkollegen Norbert Siedler mit 1,9 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz. Dritter wurde der für das Team Motopark Oschersleben startende Duisburger Lance David Arnold.

Der erstmals ausgetragene Porsche Carrera Cup war ein grandioser Erfolg. Die Fahrer schwärmten von der Herausforderung einer der schönsten Rennstrecken der Welt und von der hervorragenden Organisation dieser rekordverdächtigen Veranstaltung, die Fans erlebten begeisternden Markenpokalrennsport. „Ich bin hellauf begeistert“, sagte auch Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, der mit seinen Vorstandskollegen in die Eifel gekommen war. „Von den Rennfahrern habe ich nur Positives gehört. Es werden schon die ersten Fragen nach einer Wiederholung gestellt. Da spricht in meinen Augen nichts dagegen, aber dann bestellen wir schöneres Wetter.“ Wolfgang Hatz, Vorstand Forschung und Entwicklung, ergänzte: „Besonders hat mich fasziniert, 100 dieser tollen Cup-Elfer am Start zu sehen und dass es einen derart spannenden Kampf an der Spitze gegeben hat. Und dies alles bei diesen äußerst schwierigen Verhältnissen, das war etwas Einmaliges. Die Bilder, die wir um die Welt geschickt haben, sind ganz bestimmt einzigartig.“

 

Das größte Porsche-Rennen aller Zeiten war auch eine logistische Herausforderung: So lieferte Reifenpartner Michelin 550 Slickreifen und 550 Regenpneus in die Eifel, wo sich die besten Porsche-Cup-Piloten aus der ganzen Welt ein einzigartiges Kräftemessen lieferten. Nicht nur der Porsche Mobil 1 Supercup, auch die stark besetzten Porsche Carrera Cups Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Skandinavien werteten dieses Rennen der Rekorde als Meisterschaftslauf und schickten alle ihre Stars an den Start. Entsprechend hart ging es auf der 25,380 Kilometer langen Nordschleife im Feld der Porsche 911 GT3 Cup, die alle mit Motoröl von Mobil 1 unterwegs waren, von Anfang an zur Sache. Bei strömendem Regen, der den Piloten zusätzlich das Leben schwer machte und erst nach der Hälfte des Rennens aufhörte, setzte sich der Trainingsschnellste Norbert Siedler nach dem fliegenden Start an die Spitze. Doch schon in der ersten Runde ging René Rast an seinem Teamkollegen vorbei und gab die Führung danach nicht mehr aus der Hand.

Für den amtierenden Meister des Porsche Mobil 1 Supercup war es gleichwohl keine Spazierfahrt zum prestigeträchtigsten Sieg des Jahres. Im Gegenteil: Nicht nur Norbert Siedler setzte den Spitzenreiter im weiteren Rennverlauf mit immer neuen Angriffen gewaltig unter Druck, lag nach der vierten von sechs Runden nur 0,3 Sekunden zurück. Auch der Brite Nick Tandy (Konrad Motorsport) wollte schon früh für klare Verhältnisse sorgen – und riskierte dabei zu viel: Beim Versuch, im Streckenabschnitt Aremberg an Norbert Siedler vorbei auf den zweiten Platz zu fahren, bremste er zu spät, geriet mit zwei Rädern ins Gras und rutschte in die Leitplanken. Nicht viel besser erging es dem Porsche-Cup-Urgestein Uwe Alzen (Betzdorf): Von vielen als der große Favorit gehandelt, verlor er schon in den ersten Runden den Anschluss an die Spitze und musste schließlich an der Box aufgeben, nachdem er sich zuvor bei einem heftigen Ausritt ein Rad abgeschlagen hatte.

Die Siegerehrung

Der Neuseeländer Craig Baird, mit 109 Siegen in Porsche-Markenpokalrennen der erfolgreichste Porsche-Cup-Fahrer der Welt, belegte im VIP-Auto der Porsche AG den 38. Platz. Mit dem VIP-Auto von Porsche Cars North America kam die Amerikanerin Melanie Snow, die „schnellste Mama der Welt“, bei ihrem ersten Start auf der Nordschleife dagegen nicht ins Ziel.

René Rast (Sieger): „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das größte Porsche-Rennen aller Zeiten gewonnen zu haben. Nach einem guten Start konnte ich Norbert auf der ersten Runde überholen und habe danach versucht, das Rennen zu kontrollieren. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass ich keinen Fehler gemacht habe. Die Bedingungen waren wirklich sehr schwierig, zumal ich noch nie auf der Nordschleife im Porsche im Regen gefahren bin. Daher war es schwer, das Gripniveau einzuschätzen. Ich war also am Anfang ein bisschen vorsichtig.“

Porsche Mobil 1 Supercup: Sean Edwards (im schalensitz Nummer 65) neuer Spitzenreiter

Der Titelverteidiger ist stark im Kommen: René Rast feierte auf der Nürburgring-Nordschleife mit dem Porsche 911 GT3 Cup von VELTINS Lechner Racing seinen zweiten Saisonsieg nach Monaco. In der Gesamtwertung ist er nach seinem etwas verhaltenen Saisonstart jetzt schon Zweiter hinter dem neuen Spitzenreiter Sean Edwards (Team Abu Dhabi by tolimit). Der Brite löste seinen Landsmann Nick Tandy (Konrad Motorsport), der bei einem mutigen Überholversuch von der regennassen Strecke in die Leitplanken rutschte und am Ende mit leeren Händen da stand, als Tabellenführer ab.

Gesamtergebnis Porsche Carrera World Cup
1. René Rast (D), VELTINS Lechner Racing, 1:00:48,621 Stunden
2. Norbert Siedler (A), VELTINS Lechner Racing, + 1,9 Sekunden
3. Lance David Arnold (D), Motopark Oschersleben, + 3,6
4. Sean Edwards (GB), Team Abu Dhabi by tolimit, + 18,0
5. Nicolas Armindo (F), Hermes Attempto Racing, + 29,8
6. Kévin Estre (F), Hermes Attempto Racing, + 33,4
7. Jeroen Bleekemolen (NL), Team Abu Dhabi by tolimit, + 37,0
8. Martin Ragginger (A), Schnabl Engineering, + 39,6
9. Patrick Huisman (NL), Team Bleekemolen, + 42,1
10. Stefan Rosina (SK), VERVA Racing Team, + 1:10,8 Minuten


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