Peter Falk: Le Mans ist immer Le Mans geblieben

Peter Falk: Le Mans ist immer Le Mans geblieben

Dem Publikum stockte gleich mehrmals während des Le Mans-Symposiums bei PROTOTYP am 28. November 2009 der Atem. Zum ersten Mal, als sich 20 Zeitzeugen, die mit Le Mans verbunden sind, vor dem Podium versammelten.

Im Schalensitz Nr.6

Darunter mit Tom Kristensen der erfolgreichste Fahrer des berühmten Langstreckenrennens aller Zeiten. Achtmal hat der Däne gewonnen, alleine sechsmal auf Audi. Das zweite Mal stockte der Atem, als der Film von Ivo Bulanda „One Lap of Le Mans“ gezeigt wurde. Jürgen Barth, Le Mans-Sieger von 1977 und Kundensportbetreuer bei der Sportwagenfirma Porsche von 1968 an, drehte am 9. Juni 1977 eine Runde mit dem Martini-Porsche 936-01 – und zwar derart schnell, dass man das Gefühl hatte, die ebenfalls an diesem Trainingstag fahrenden 911 Carrera RSR würden stehen.

Peter Falk: Le Mans ist immer Le Mans geblieben

Einmal im Jahr, so versprachen die PROTOTYP-Macher Thomas König und Oliver Schmidt mit ihrem rührigen Kurator Martin Schröder bei der Eröffnung dieses besonderen Automuseums in der Hafencity, planen wir eine Sonderausstellung – und das Team hat Wort gehalten.
Das Thema Le Mans aber sprengte alle Erwartungen. Das PROTOTYP-Team musste nach über 350 Anmeldungen die Anmeldungsliste vorzeitig schließen, um ein Chaos am Veranstaltungstag zu vermeiden. Neben den zahlreichen Zeitzeugen lockten freilich die Exponate aus verschiedenen Epochen, wie Bentley, Alfa Romeo 8C 2300 LM (übrigens aus dem Werksfundus), Deutsch Bonnet DB 2 von 1938, Jaguar D-Type, Mercedes-Benz 300 SL, Ford GT 40, Porsche 908 und 917 sowie Audi R 10 Diesel aus dem Jahr 2007.

Peter Falk: Le Mans ist immer Le Mans geblieben

Die Moderation der Zeitzeugen nahm eine in Deutschland ganzlich unbekannte Persönlichkeit. Adriano Cimarosti, über 40 Jahre lang als Sportredakteur der Schweizer Automobil Revue in Le Mans als Reporter vor Ort gewesen, moderierte die Zeitzeugen sehr kurzweilig in vier Gruppen. Im Panel 1 kamen neben Jürgen Barth und Peter Falk, den Porsche-Fahrversuchsleiter von 1970 an und späteren Rennleiter ab 1982, der übrigens gestern auf der Anreise von Stuttgart nach Hamburg seinen Geburtstag feierte, auch Manfred Jantke, Porsche PR-Chef und Rennleiter in den siebziger und achtziger Jahren, Jochen Engel, Rennmechaniker auf den Porsche-Typen 908 und 917 bei der Markenweltmeisterschaft 1971 beteiligt sowie die Fotografen-Legende Rainer Schlegelmilch. Besonders die drei damaligen Kollegen Barth, Falk und Jantke amüsierten das Publikum durch Anekdoten und waren sich alle einig: Le Mans ist das faszinierendste Rennen überhaupt.

Peter Falk: Le Mans ist immer Le Mans geblieben Manfred Jantke wurde konkreter: Das  besondere von Le Mans und der Gegend ist der Kontrast von dem langsamen Leben über das Jahr in der Gegend der Sarthe, wo Citroen 2 CV und Ami 6 sowie Velosolex mit Baguettes auf dem Gepäckträgern das Straßenbild bestimmten. Und dann das Inferno, welches einmal im Jahr über diese friedliche Region hereinbricht.“ Peter Falk erzählte ergänzend: „Private Garagen und private Schlafzimmer wurden geräumt, um unsere Werksmannschaft mit dem ganzen Equipment unterbringen zu können.“  Und, so stimmten alle auf dem Podium überein,: Le Mans ist immer Le Mans geblieben.

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