Mercedes W165 - Die Rückkehr in die Eifel

Mercedes W165 - Die Rückkehr in die Eifel

Der legendäre Mercedes W165 von 1939 dominierte die 1,5 Liter Klasse mit seinem doppelten Rootskompressor. 2011 wird der Wagen beim Eifelrennen wieder mit am Start sein!

Die Übermacht der Mercedes Rennwagen war Ende der 30er Jahre so erdrückend, dass sich die Rennveranstalter des Großen Preis von Tripolis 1939 eine besondere Schikane ausgedacht hatten. Das Rennen wurde – wie die Monoposto-Veranstaltungen in Italien für die „Voiturette-Klasse“ ausgeschrieben. 1,5 Liter war die Hubraumbeschränkung. In nur acht Monaten entwickelte Mercedes den W165 „Tripolis“ sozusagen eine verkleinerte Ausgabe des W154. Der Achtzylinder war als V ausgelegt, Karosserie und Spur waren verkleinert worden. Hermann Lang gewann zum dritten Mal hintereinander das Mellaha Rennen von Tripolis, zweiter wurde der zweite eingesetzte W165 mit Rudolf Caracciola am Steuer. Nach diesem Rennen wurde der W165 nie wieder eingesetzt. Nun bringt ihn Mercedes-Benz Classic mit in die Eifel!

Parallel werden der W196 R – die Monopostoversion – auf dem unvergleichlichen Renntransporter „Blaues Wunder“ (basierend auf Mercedes 300 SL Technik) zu sehen sein. Anlass für den thematischen Schwerpunkt ist der 100. Geburtstag des in Argentinien geborenen, ehemaligen Spitzenpiloten Juan Manuel Fangio. Auf dem Nürburgring gewann Fangio für Mercedes-Benz den Großen Preis von Europa des Jahres 1954 auf einem W 196 R mit unverkleideten Rädern und auch das Eifelrennen des Jahres 1955 auf dem Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S).

Beim ADAC Eifelrennen 2011, vom 9. bis zum 11. September, feiern Fahrer und Fans gemeinsam ein Festival des historischen Rennsports, das in dieser Form seit 2008 ausgetragen wird.

Foto/Quelle: Daimler AG, Eifel Rennen / Düsseldorfer Automobil- und Motorsport- Club 05 e.V.