Maria Teresa De Filippis: Club der ehemaligen Formel 1-Fahrer in Riccione

Maria Teresa De Filippis: Club der ehemaligen Formel 1-Fahrer in Riccione

Einmal im Jahr trifft sich der „Club international des Anciens Pilotes de Grand Prix F. 1“, also der Club der ehemaligen Formel 1-Fahrer, dessen Präsident Jochen Maas (im schalensitz Nummer 62) ist. Seine Vorgängerin, die ehemalige Maserati-Werksfahrerin Maria Teresa De Filippis, sitzt bei den Treffen mit 85 Jahren noch selbst im Cockpit.

Im Schalensitz Nr. 69

Am 11. und 12. Juni 2011 kam der elitäre Kreis der ehemaligen Formel 1-Piloten in Riccione bei Rimini zusammen, als Gast des dortigen Automobilclubs „Adriatic Veteran Cars Club Riccione“. Für das interessierte Publikum fanden am 12. Juni 2011 zwischen 10.00 und 14.00 Uhr unter dem Titel „Riccione Grand Prix Retro“ Präsentationsläufe in der Fußgängerzone des Badeörtchens statt. Von einer Vielzahl der seltenen 1.100 ccm-Rennwagen mit Fiat-Technik bis hin zum Zwölfzylinder Formel 1-Boliden der italienischen Rennwagen-Schmiede Tecno aus Bologna waren rund 50 Sport- und Rennwagen zu erleben. Den Tecno pilotierte übrigens Nanni Galli selbst, wie in den siebziger Jahren. Auch der mehrfache Targa Florio-Gewinner Nino Vaccarella kam nach Riccione, ebenso wie der Belgier Teddy Pilette, welcher zwischen 1974 und 1977 Brabham fuhr; sowie der Lotus-Pilot von 1961, Gerry Ashmore.

„Obwohl wir große Probleme mit der Genehmigung hatten, hat sich unsere Hartnäckigkeit gegenüber der Behörden bezahlt gemacht“, zieht Maria Teresa De Filippis Bilanz. „Der Kontrast der schönen Karossen und der Flair eines Badeortes direkt am Meer ergaben an diesem herrlichen Sonntag einen besonderen Kontrast“, freut sich Jochen Mass, ebenfalls zufrieden. Mass selbst fuhr den seltenen, damals von Enzo Ferrari eingesetzten Alfa Romeo P 3, auf dem Nuvolari vor über 70 Jahren von Sieg zu Sieg rannte.

Maria Teresa De Filippis, geboren im November 1926 in Neapel, war die erste Frau, die bei einem Formel-1-Weltmeisterschaftslauf startete, und zwar beim GP von Belgien 1958 auf Maserati. Sie beendete das Rennen als Zehnte. Zuvor hatte sie bereits - ebenfalls auf Maserati - Sportwagenrennen bestritten und erfolglos versucht, sich für den GP von Monaco 1958 zu qualifizieren. Bei zwei weiteren Rennen im gleichen Jahr schied sie jeweils aus.

In der Formel-1-Saison 1959 trat sie zum Großen Preis von Monaco auf Porsche an, für den sie sich allerdings nicht qualifizieren konnte. Nach dem Unfalltod ihres guten Freundes Jean Behra auf der Berliner Avus im Jahr 1959 beendete sie ihre Karriere. Über viele Jahre war die sympathische Lady Präsidentin des XClubs der ehemaligen Formel 1 Fahrer.


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