Marc Lieb: Im Team auf Erfolgskurs

Marc Lieb: Im Team auf Erfolgskurs

Heute trifft sich die Porsche-Motorsport-Welt im neuen Museum, um eine erfolgreiche Saison zu feiern. Technik-Vorstand Wolfgang Dürrheimer, der die internationalen Motorsportaktivitäten verantwortet, wird gegen 20.00 Uhr die 170 geladenen Gäste begrüßen.

Im Schalensitz Nr. 14

Aufsichtsratschef Dr. Wolfgang Porsche wird ebenso dabei sein wie Porsche-Chef Michael Macht, der von dem heutigen Nord-Süd-Gipfel in Hannover zurückeilen wird, um die erfolgreichen Fahrer persönlich beglückwünschen zu können. Es wird ein starkes Fahrer-Aufgebot in Stuttgart-Zuffenhausen erwartet.
Die Porsche-Werksfahrern Marc Lieb, Richard Lietz, Jörg Bergmeister, Patrick Long, Timo Bernhard und Romain Dumas haben bis zu den Feierlichkeiten bereits einen wahren Autogramm-Marathon hinter sich. Für die Mitarbeiter signierten Sie bereits an den Standorten in Weissach, Ludwigsburg und Zuffenhausen, Porsche-Fans konnten von 14.00 bis 16.00 Uhr im Museum Autogramme bekommen.

Marc Lieb: Im Team auf Erfolgskurs

Damit hat Porsche wieder eine Tugend aus der Zeit von Ferry Porsche und seinem damaligen Rennleiter und PR-Chef Huschke von Hanstein aufgegriffen. In den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren feierte das Unternehmen ihre Motorsport-Erfolge mit der Belegschaft und der Öffentlichkeit. Als das Porsche-Renn-Team beispielsweise 1954 von der Mille Miglia in Italien zurückkam, begrüßte die versammelte Belegschaft ihre Helden im Werk 1 mit großem Applaus; und 1970 fuhren die Rennwagen nach dem ersten Gesamtsieg in Le Mans über öffentliche Straßen auf den Rathausplatz in Stuttgart. Die ganze Stadt war auf den Beinen, um den großen Erfolg bei dem französischen  Langstreckenklassiker zu feiern.
Während damals die großen Erfolge auf den Modellen 550 Spyder und 917 eingefahren wurden, heißt die Geheimwaffe heute Porsche 911 GT3 RSR. Der Sportwagen ist der erfolgreichste Rennwagen des Jahres. „Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Ein bemerkenswertes Jahr“, bringt Oliver Hilger, Pressesprecher Motor- und Sportpresse der Porsche AG, auf den Punkt.

Diese Erfolgsserie ohne Beispiel lässt sich in drei Bereiche aufteilen.

Marc Lieb: Im Team auf Erfolgskurs

Erstens in die 1999 ins Leben gerufenen American Le Mans Series (ALMS). In den USA und Kanada messen sich Sportprototypen und GT-Fahrzeuge bei zehn Rennen. Die traditionellen Höhepunkte sind die 12 Stunden von Sebring und das 1000-Meilen-Rennen Petit Le Mans in Road Atlanta. Jörg Bergmeister und der Amerikaner Patrick Long feierten im 911 GT3 RSR in der American Le Mans Series den Fahrer- und Herstellertitel.
„Das war der tolle Abschluss einer grandiosen Saison. Für diesen Sieg musste ich
alles geben“, sagte Jörg Bergmeister aus Langenfeld nach dem 10. Lauf in Laguna Seca, mit  vier Meistertiteln der zweiterfolgreichste Fahrer in der American Le Mans Series. Patrick Long freute sich über seinen zweiten Titelgewinn: „Wir waren in dieser Saison die Konstantesten und unser Team hat am wenigsten Fehler gemacht. Wir hatten ein paar schwierige Rennen, sind aber cool geblieben. Das war ein Schlüssel zum Erfolg.“

Marc Lieb: Im Team auf Erfolgskurs

Das europäische Gegenstück ist die „Le Mans Series“. Mit drei Siegen in fünf Rennen sicherten sich dort Marc Lieb aus Ludwigsburg und der 25-jährige Österreicher Richard Lietz im GT3 RSR den Fahrertitel. Dazu der der neue GT2-Meister Marc Lieb: „Wir hatten mit dem Elfer und den Michelin-Reifen in diesem Jahr das beste Gesamtpaket, was wir mit drei Trainingsbestzeiten und drei Siegen in fünf Rennen unter Beweis gestellt haben.“ GT2-Meister Lietz fügte hinzu: „Unser Team hat mit absolut fehlerfreien Boxenstopps einen großen Anteil an diesem Erfolg.“
Übrigens ist die Weiterentwicklung des Renn-Elfers in den letzten Jahren, so Insider, unter anderem der akribischen Detailarbeit des Perfektionisten Lieb zu verdanken. Er hat alle Langstreckenklassiker dieser Welt gewonnen. Dazu zählen die Klassensiege bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 2005 und in Sebring 2008 sowie der Gesamtsieg auf einem GT-Porsche in Spa-Francorchamps. In den vergangenen Jahren gehörte der heute 29-Jährige in Folge zum Siegerteam des 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife – seiner Lieblingsstrecke.

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Beim größten deutschen Autorennen in diesem Jahr, dem dritten Bereich, der den 911 RSR zu den erfolgreichsten Rennwagen des Jahres machte, fuhr er mit Timo Bernhard und Romain Dumas, verstärkt durch den Nordschleifen-Routinier Marcel Tiemann, den vierten Porsche-Gesamtsieg ein.
Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen fasste den Reigen an Siegen nochmals zusammen: „Diese Saison hat wieder einmal bewiesen, dass die besten Sportwagen der Welt aus Stuttgart kommen.“

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