Kurt Ahrens: Der 917 war kaum zu bändigen

Kurt Ahrens: Der 917 war kaum zu bändigen

„Duell unter Freunden“ war das Symposium zur Eröffnung der Sonderausstellung Le Mans bei PROTOTYP in Hamburg am 28. November 2009 überschrieben. Doch das Langstreckenrennen verlangte den Fahrern so viel Leistung ab und die Teams standen so sehr unter Erfolgsdruck, dass die Freundschaft auf der Strecke nicht immer gewährleistet war.

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Diese Thematik stand auch im Mittelpunkt von dem Kult-Film „Le Mans“ mit dem amerikanischen Schauspieler Steve Mc Queen, der in Panel 3 im Mittelpunkt stand. Auf dem Podium waren Gustav Nitsche, Rennmechaniker der Porsche-Typen 904 bis 917, 917-Bändiger Kurt Ahrens und Hans Joachim Bunnenberg, der die Spezialkamera für den Film baute.  Paul Blancpain, die rechte Hand von Jo Siffert in dem Kult-Movie von 1970, konnte nicht anwesend sein. Er wohnt in Brasilien. Zur großen Überraschung des Publikums aber wurde er am Telefon life in die Moderation zugeschaltet und nutzte die Möglichkeit, seine Privataufnahmen von damals selbst zu kommentieren.

Kurt Ahrens: Der 917 war kaum zu bändigen

Bei den Aufnahmen handelte es sich um sehr viele Hintergrundszenen, wie beispielsweise die Umsetzung der zahlreichen Unfallszenen, für die, so Blancpain, sehr viel Geld ausgegeben wurde. Ein großes Raunen ging durch die Zuschauer, als ein Mechniker mit einem schweren Hammer auf das zarte Kunststoffkleid eines Ferrari hämmerte und mit dem Fuß auf den edlen Renner aus Marinello trat. Übrigens: Der Filmwagen war ein Porsche 908 – gefahen von Herbert Linge.

Kurt Ahrens: Der 917 war kaum zu bändigen

Überhaupt war das Drehjahr 1970 für Porsche eines der wichtigsten in der ganzen Renngeschichte. Die Zuffenhausener hatten endlich den Gesamtsieg mit nach Hause gebracht, mit der Fahrerpaarung Hans Herrmann und Richard Attwood. Kurt Ahrens erinnerte sich genau an diese für Porsche so wichtige und spannende Zeit. Er gehörte zu den Ersten, die den 4.5 Liter Zwölfzylinder bändigen konnten. Der zweite 917-Bändiger war übrigens David Piper, im Privatfilm von Blancpain mit der Pfeife im Mund zu sehen – eines der Erkennungsmerkmale des Engländers bis heute.

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