Kremer Racing: traditioneller Rennstall mit neuem Besitzer und neuem Buch

Kremer Racing: traditioneller Rennstall mit neuem Besitzer und neuem Buch

Das traditionsreiche Kölner Team Kremer Racing hat den Besitzer gewechselt: Eberhard A. Baunach übernimmt das Ruder. Damit ist nach dem Tod des Firmengründers Erwin Kremer die langfristige Zukunft eines weltweit bekannten Rennsportunternehmens gesichert. Die Geschichte des weltbekannten Rennstalls erscheint Anfang November 2010 in dem Bildband „A photographic history 1966 – 1988“.

Im Schalensitz Nr. 44

Eberhard A. Baunach aus Köln, selbst aktiver Rennfahrer, möchte eine klare Ausrichtung auf den historischen Rennsport erwirken. Das langjährige Know-how von Kremer Racing wird damit dem expandierenden, historischen Rennsportmarkt erhalten bleiben. Der bisherige Geschäftsführer Uwe-Michael Sauer wird auch in Zukunft weiter die Geschicke des Unternehmens leiten. Einen Fokus bilden die Fahrzeuge der Marke Porsche, mit der sich das 1962 gegründete Unternehmen zu einem der erfolgreichsten Privatteams der Welt entwickelte. Die Erfolge von Kremer im internationalen Rennsport sprechen für sich: Neben dem Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans, den 24 Stunden von Daytona und den 24 Stunden von Spa gewann das Team elf mal den Porsche-Cup und holte sich Fahrertitel bei der Deutschen Rennsportmeisterschaft, der Interserie sowie der Europäischen GT-Meisterschaft.

Das Kremer Racing-Team Legendäre Fahrer wie John Fitzpatrick, Bob Wollek, Klaus Ludwig, Manuel Reuter und Bernd Schneider pilotierten die Kremer-Wagen zu den Siegen. Eigene Fahrzeugentwicklungen, auf Porsche basierend, hatten einen großen Anteil an den rennsportlichen und unternehmerischen Erfolgen. Durch die Umbauten und Modifikationen wurde Kremer Racing selbst als Automobilhersteller eingestuft. Die Modelle K1, K2, K3 und K4 basierten auf dem Porsche 911 und wurden in der Gruppe 5 eingesetzt, die in den 1970er-Jahren das technisch Machbare darstellte. Es folgten der CK5, CK6, CK7 und K8, deren Basis Porsche-Rennsportwagen der Modelle 936 und 962 bildeten und bis Mitte der 1990er-Jahre an internationalen Rennen teilnahmen.

Uwe-Michael Sauer (links) mit Herrn Eberhard A. Baunach Der neue Eigentümer Eberhard A. Baunach selbst leitet das Rennsportunternehmen Ebi Racing in Köln, das einen der größten, europäischen Motorprüfstände für Leistungen bis 1.000 PS betreibt.

Impressionen von der großen Ära des Kremer-Teams zeigt das opulente Werk „Porsche Kremer Racing – A photopraphic history 1966 – 1981“ auf 264 Seiten im Format 265 x 265 Millimeter. Das auf 1.000 Exemplare limitierte Werk kostet 129 Euro und erscheint bei PETROLPICS Motorsport Publishing (www.petrolpics) in Bonn.

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