Horst Lichter: Die Oldiethek war ein wichtiger Lebenszyklus

Horst Lichter: Die Oldiethek war ein wichtiger Lebenszyklus

Vor einundzwanzig Jahren hatte Horst Lichter in Rommerskirchen seine “Oldiethek“ eröffnet. Mehr als zwanzig Jahre konnte er durch diese Räumlichkeiten neben dem Kochen auch seiner Sammelleidenschaft nachgehen. Es ist viel zusammen gekommen: Antiquitäten, Porzellan, alte Schreibmaschinen, Pianolas, unzählige Bücher oder einfach nur Krempel und Kitsch. Die Oldiethek ist mit den Jahren ein kleines Museum geworden. Schon fast ein Jahr ist das Tor der Oldiethek nun geschlossen. Eine Zeit, die Horst Lichter gebraucht hat, um loszulassen – loszulassen von seinem Herzstück.

Im Schalensitz Nr. 86

Im Jahr 2011 wurde bekannt, dass die Oldiethek samt einem Wohnhaus von etwa 300 Quadratmetern Wohnfläche  zum Verkauf steht, da Horst Lichter seinen Wohnsitz in den Schwarzwald verlegt hat. Viele Lieblingsstücke haben mit dem Umzug in den Schwarzwald einen neuen Platz gefunden. Aber nun ist es soweit, die Oldiethek-Ära geht zu Ende und alles wird verkauft. Deswegen öffnet Lichter  noch einmal das Tor der Oldiethek für einen Trödelmarkt, und zwar an folgenden Tagen:

Sonntag, den 20. November 2011 - 9:00 Uhr - 18:00 Uhr
Montag, den 21. November 2011 - 11:00 Uhr - 20:00 Uhr
Dienstag, den 22. November 2011 - 11:00 Uhr - 20:00 Uhr
Mittwoch, den 23. November 2011 - 11:00 Uhr - 20:00 Uhr

Übrigens: Den Erlös des Trödelmarktes wird für einen wohltätigen Zweck gespendet.

Oldiethek von Horst Lichter

Horst Lichter absolvierte eine dreijährige Ausbildung zum Koch. Da er vom Umgangston in gewerblichen Küchen und der schieren Fixierung auf Umsatz und Gewinn enttäuscht war, ergriff er den Beruf des Vaters, der als Bergmann  tätig war. Bereits mit 19 heiratete er und geriet durch den Kauf eines Hauses in finanzielle Schwierigkeiten. Er war gezwungen, neben den Schichten im Bergbau auch noch fünf Tage in der Woche auf einem Schrottplatz zu arbeiten. Mit 26 Jahren hatte er nach eigenen Angaben in einer Talkshow seinen ersten Hirnschlag, mit 28 folgte bereits der zweite, zusammen  mit einem Herzinfarkt. Während des anschließenden Aufenthalts in der Reha-Klinik fasste er den Entschluss, sein Leben grundlegend zu ändern. Im Jahre 1990 eröffnete er in einer renovierten Halle in Rommerskirchen-Butzheim einen Club für Freunde und Bekannte. Dieser wurde 1995 zum Restaurant Oldiethek umgewandelt. In den Räumlichkeiten trug Lichter  Autos, Motorräder, Antiquitäten, Trödel und Kitsch zusammen. Die Speisen wurden ausschließlich in einem flämischen Kohleofen vor den Augen der Gäste zubereitet. Nachdem Lichter aufgrund seiner zunehmenden anderweitigen Aktivitäten nur noch unregelmäßig selbst in der Oldiethek kochen konnte, wurde das Restaurant Ende 2010 geschlossen.

Horst Lichter im Schalensitz

Horst Lichter nimmt immer wieder gerne an Oldtimertreffen und Rallyes wie der Silvretta Classic teil.

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