Herbert Stenger: Der Berglöwe beim 12. Int. Jochpass Memorial

Herbert Stenger: Der Berglöwe beim 12. Int. Jochpass Memorial

Die Titel und Auflistung der Siege von Herbert Stenger passt kaum auf seine Autogrammkarte. Deshalb nur kurz zusammengefasst: mehr als 600 Siege und 100 Bergrekorde. Kein Wunder also, dass der 62-jährige den Titel „Berglöwe“ trägt. Beim 12. Int. Jochpass Memorial am 9. und 10. Oktober 2010 demonstrierte der durch-und-durch-Rennfahrer in guter alter Tradition den Ford Capri Zakspeed Turbo mit 550 PS.

Im Schalensitz Nr. 42

Als Formel-Rennfahrer-Legende Helmut Bross (im schalensitz Nr. 36) im Fahrerlager auf  dem Busbahnhof in Bad Hindelang seinen damaligen Rivalen Herbert Stenger besuchte, verloren sich die beiden Legenden in alten Geschichten. Wäre Stenger mit seiner Equipe Stenger nicht so professionell aufgestellt und hätten ihn seine Mechaniker nicht rechtzeitig in seinen Gruppe 5-Ford gebeten, wäre der Berg-Europameister von 1982 wohl zu spät zum Start gekommen. Insgesamt preschten die Teilnehmer des Memorials sieben Mal die 7,9 Kilometer lange Piste hinauf, Stenger in etwa dreieinhalb Minuten. Die schnellsten Porsche benötigten etwa eine Minute mehr und die meisten Stoppuhrfahrer (gewertet werden die Abweichungen zur angegebenen Sollzeit) nahmen sich eher sechs Minuten Zeit für die 105 Kurven. Rund 25.000 Besucher kamen zum Jochpass-Rennen nach Bad Hindelang im Oberallgäu. Die großartige, in das besondere Herbstlicht getauchte Landschaft, in Kombination mit der reizvollen Strecke lockte auch in diesem Jahr wieder 230 Oldtimer, historische Motorräder und reinrassige Rennwagen ins Allgäu. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Österreich, Tschechien, der Schweiz, den Niederlanden und Italien, weswegen die Veranstaltung zu Recht das International im Namen führt.

Impressionen vom Jochpass Bereits am Freitag starteten rund 40 Oldtimer zu einer Rallye durch das Allgäu. Die Wertungsläufe für das Jochpassrennen wurden am Samstag und Sonntag in Höhe des Busbahnhofs gestartet. Beliebt bei den Zuschauern war auch das attraktive Showprogramm zwischen den Wertungsläufen.  Am Bauernmarkt waren Oldtimer-Traktoren zu sehen, die in Rennpausen einen Korso fuhren. Dominik Csauth zeigte seine atemberaubenden Motorrad-Stunts, DriftHarry (AMC) ließ die Reifen beim Kurvenschleudern qualmen und die Stenger Equipe lud zu Taxifahrten in ihre Boliden ein. Unter dem Motto „Oldtimer trifft die E-Auto-Zukunft“ präsentierte das AÜW Elektroautos und Segways, auf denen man auch selber fahren durfte.

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