Hans Mezger: ohne Beispiel

Hans Mezger: ohne Beispiel

Hans Mezger, feiert heute, am 18. November 2009, seinen 80. Geburtstag.

Im Schalensitz Nr. 5

Über den Motorenpapst sagt Porsche-Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer: „Hans Mezger zählt zu den wichtigsten Ingenieuren unserer Unternehmensgeschichte. Während vier Jahrzehnten siegten unsere Rennwagen mit von Hans Mezger konstruierten Motoren und machten die Marke Porsche weltweit zu einem Synonym für Sportlichkeit.“
Hans Mezger wurde am 18. November 1929 im schwäbischen Besigheim geboren. Nach dem Abitur und einem Maschinenbaustudium begann er 1956 in der Motorenentwicklung bei Porsche. 1963 kam Mezger zum Team des heutigen VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech, das damals den Sechszylinder-Boxermotor für den 356-Nachfolger entwickelte.

Hans Mezger: ohne Beispiel

Bei dem Motor – er hieß damals noch Typ 821 – handelte es sich um eine komplette Neukonstruktion. Bei der Konzeption des neuen Triebwerks wurde berücksichtigt, dass genügend Potential für leistungsstärkere Rennsport-Versionen vorhanden sein sollte. Diese Vorgabe führte zu einer technischen Auslegung, durch die der Sechszylinder-Boxer das vielseitigste Treibwerk weltweit werden konnte. Und trotz dieser ohnehin ehrgeizigen Pläne hat der Boxermotor alle Anfang der sechziger Jahre aufgestellten Prognosen bei weitem übertroffen. Bis Ende der neunziger Jahre diente die damals in der Piech-Abteilung entstandene Konstruktion als Basis für alle Straßen- und Renn-Versionen mit allen Derivaten als Saugerversion oder in der aufgeladenen Turbo-Version. Eine Motoren-Karriere ohne Beispiel!

Hans Mezger: ohne Beispiel


Auftakt einer langen Serie von ihm konstruierter Rennmotoren war der 1,5 Liter-Achtzylindermotor des Formel-1-Rennwagens Porsche 804, mit dem Dan Gurney 1962 den Großen Preis von Frankreich und das Solitude-Rennen gewann. Während des darauf folgenden Jahrzehnts reichte das Arbeitsspektrum von Hans Mezger neben der Konstruktion des legendären Sechszylinder-Boxermotors des Porsche 911, über die Entwicklung der luftgekühlten Zwölfzylinder-Triebwerk des Porsche 917 (1973 in der CanAm-Ausführung bis zu 1.200 PS) bis hin zu erfolgreichen Rennwagenentwicklungen wie den Typen 935, 936 und 956/962. Hans Mezger ist auch der geistige Vater  aller Porsche-Turbomotoren – die sich  mit großem Erfolg behaupten konnten. 1976 schließlich hat Porsche als erster Hersteller überhaupt den Langstreckenklassiker „Le Mans“ mit einem aufgeladenen Triebwerk gewonnen. Die Turbo-Kompetenz Mezgers gipfelte in dem „TAG-Turbo made by Porsche“ – ein Formel 1-Antrieb im Kundenauftrag des Britischen Rennstalls McLaren, der aus nur 1,5-Liter Hubraum bis zu 1.000 PS Leistung schöpfte. Von 1984 bis 1986 dominierte der im Porsche Entwicklungszentrum Weissach produzierte Motor die Königsklasse des Rennsportes und erzielte drei Formel-1-Weltmeisterschaftstitel in Folge.
Nach über 40 Jahren bei Porsche ging Hans Mezger 1994 in den Ruhestand. Der Marke Porsche blieb er jedoch auch darüber hinaus eng verbunden. Bis heute besitzt er einen Porsche 911 Carrera.
im schalensitz“ gartuliert ganz herzlich – aus langjähriger Verbundenheit.

Bildquelle: Tobias Aichele, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG Hans Mezger: ohne Beispiel

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