Berühmte Rennfahrer: Hans Herrmann

Berühmte Rennfahrer: Hans Herrmann

Hans Herrmann - eine Legende wurde am 23. Februar 2008 80 Jahre alt. Der Stuttgarter heimste zwischen 1952 und 1970 bei Rallyes, Berg- und Rundstrecken-Rennen zahlreiche Erfolge ein, auf nahezu allen großen Marken.

Er begann seine Karriere mit einem Porsche und beendete sie mit einem Rennwagen aus Zuffenhausen; nämlich in Le Mans mit einem grandiosen Sieg, dem ersten Erfolg für Porsche bei diesem 24 Stunden-Rennen überhaupt. Auf der Mille Miglia 1954 sorgte er für Furore, als er mit seinem Porsche 550 Spyder hinter Pescara unter einer geschlossenen Bahnschranke durchraste. Bremsen war nicht mehr möglich.
Seine populärste Zeit hatte Herrmann als Mercedes Grand-Prix-Fahrer von 1954 an. Er war der Jüngste im Team der Werksmannschaft mit Juan Manuel Fangio, Karl Kling und Herrmann Lang. Überhaupt fuhr Hans Herrmann gegen die Besten seiner Zeit: Gegen Joakim Bonnier, Dan Gurney, Graham Hill, Bruce McLaren, Stirling Moss und Wolfgang Graf Berghe von Trips – um nur einige zu nennen. Neben Porsche und Mercedes startete Herrmann für Abarth, Borgward, Brabham, BRM, Cooper, Ferrari, Lola, Lotus, Maserati und Veritas.

Nach dem Motorsport startete der Stuttgarter als Geschäftsmann durch, blieb dem Motorsport aber bis heute verbunden. So gehört er zu den acht Rennfahrern, die im Juli 2001 auf Initiative von Tobias Aichele den Solitude Revival e. V. mit dem Ziel gründeten, das Jubiläum „100 Jahre Solitude-Rennen“ im Jahr 2003 mit der Wiederbelebung eines Teilabschnitts der Rennstrecke gebührend zu feiern. Die Solitude-Rennstrecke spielt für Hans Herrmann eine große Rolle. Bereits vor dem Krieg besuchte er die Traditionsstrecke vor den Toren Stuttgarts, um die großen Idole jener Zeit wie Herrmann Lang und Rudolf Caracciola zu bewundern. Am 12. Oktober 1953 belegte Mercedes die Solitude-Rennstrecke für Testfahrten mit Prototypen. Herrmann fuhr Bestzeit. 1956 schließlich siegte er mit dem Porsche 550 Spyder in der Klasse der Rennsportwagen. 1960 musste sich Herrmann nach einem der spannendsten Rennen auf der Solitude überhaupt seinem Rivalen Graf Berghe von Trips im Ferrari Tipo 156 geschlagen geben. Insgesamt startete Hans Herrmann fünfmal bei Solitude-Rennen.

Hans Herrmann fuhr Ferrari und Maserati. Am 10. Juni 1956 wurde er auf einem 3.5 Liter Ferrrai bei der Targa Florio zweiter in der Klasse und Dritter im Gesamtklassement. Am 23. Juni betritt Herrmann auf einem 2 Liter-Ferrrai das Langstreckenrennen 1000km Monza, fuhr allerdings nur das Training. Maserati fuhr der Schwabe von 1957 bis 1959, insgesamt zwölf Rennen.

Hans Herrmann ist mit Magdalena Herrmann verheiratet und hat die Söhne Kai und Dino.

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