Berühmte Rennfahrer: Hans-Dieter Dechent

Dem stets elegant gekleideten Privatfahrer Hans-Dieter Dechent war nicht nur das Glück des tüchtigen Unternehmers hold, auch auf der Strecke und in der Boxengasse bewies er seine Klasse.

Der gebürtige Saarländer hatte schon immer ein Vorliebe für Autos und als Chef des grössten Opel- und GM-Autohauses in Saarbrücken war er auch in der finanziellen Lage, seinen Neigungen nachgehen zu können. Besondere Vorlieben hegte er für italienische Sportwagen, mit denen er auch Rennen bestritt. In den Jahren von 1962 bis 1971 fuhr er Alfa-Romeo-Tourenwagen, Abarth-GT-Autos und Brabham F3-Rennwagen. Für Brabham hatte sein Autohaus damals die exklusiven Vertriebsrechte für Deutschland inne. Aus seinen Rennsporterfahrungen und mit Hilfe der kleinen Rennsportabteilung in seinem Betrieb entwickelte er den "Brabham-Kadett", einen Umbau des braven Kadett B der mit zwei SU-Vergasern und einigen technischen Modifikationen, die  für rasantes Fahrvergnügen sorgten.
Seine Rennsportkarriere wude nie mit einem Meistertitel auf Alfa Romeo gekrönt, aber er gewann zuweimal den deutschen GT-Titel mit dem Abarth-Simca GT (1964 und 1965). Seine verminderte Geschwindigkeit bei Regen-Rennen war stets die Zielscheibe von reichlich Spott seitens seiner Fahrerkollegen, dabei kam er nur den Wünschen seiner Frau nach, die nicht als junge Witwe enden wollte. Nach seiner aktiven Rennzeit kümmerte sich Dechent mehr und mehr um organisatorische Seite des Renngeschehens, vor allem im Martini-Rennteam mit den Einsätzen des Porsche 917 sorgte er mit guten Platzierungen aber auch mit originellen Bemalungen für Aufsehen.