Umweltzone: Höhere Steuern für die Isetta

Umweltzone: Höhere Steuern für die Isetta


Umweltzone

Es ist schon ein Kreuz mit den neuen Umweltzonen. Wer einen Oldtimer besitzt, darf - zumindest in vielen deutschen Großstädten - problemlos auch in die Innenstadt fahren. Doch bedarf es hierfür eines H-Kennzeichens, das pauschale 190 Euro im Jahr kostet.

So weit, so gut. Doch wer beispielsweise mit einer BMW Isetta oder einem anderen Kleinstwagen bzw. Dreirad durch die Welt fährt, der kam bislang mit den "normalen" Steuern deutlich günstiger weg.

Kaum Hubraum, kleiner Motor: das bedeutet im Fall des Isetta-Besitzers Hermann Strohbach aus Wanheimerort Steuern von gerade einmal 67 Euro im Jahr. Und angesichts eines Verbrauchs zwischen drei und sechs Litern auf 100 Kilometern kann man ja nun auch nicht von einem Umwelt-unfreundlichen Mobil sprechen.

Doch wie die WAZ in ihrer Online-Ausgabe berichtet,  bleibt die Düsseldorfer Stadtverwaltung hart und macht keinerlei Ausnahmen. Die Regelung, die eine Ummeldung als Oldtimer vorsieht:

sei nicht zu umgehen, erläuterte Stadtsprecherin Anja Huntgeburth gestern gegenüber der WAZ: "Wir setzen Landesrecht um, dass keinen Spielraum vorsieht. Das tut uns leid."

Ironie des Schicksals ist, dass in der Isetta ein schlichter Motorrad-Motor seinen Dienst tut. Und wer diesen Motor auf zwei Rädern fährt, hat keinerlei Problem, in die Umweltzone einzufahren. Nur eben nicht Herr Strohbach mit seiner 1961er Isetta.