Trend: Oldtimer als Kapitalanlage

Trend: Oldtimer als Kapitalanlage


Kapitalanlage

Finanzkrise? Aktien im Keller? Festgeld lohnt sich auch nicht? Dann kaufen Sie doch einfach einen Oldimer. Die meisten Leserinnen und Leser werden diesen Tipp vermutlich schon beherzigt haben, doch glaubt man einem Artikel im Focus, so sind Oldtimer nicht nur ein tolles Hobby sondern auch eine attraktive Kapitalanlage.

Natürlich ist nicht jedes Modell eine sichere Bank. Doch nehmen wir beispielsweise einen BMW 507 aus den 50er-Jahren oder eine Mercedes-Benz 300 SL inklusive Flügeltüren: diese beiden Modelle steigen seit Jahren unaufhörlich im Wert.

So meint Frank Wilke von der Marktbeobachtung Classic Data zu diesem Thema:

"Wer Geld investieren will und einen Platz in der Garage frei hat, kann mit alten Autos ordentliche Gewinne machen. Nach Berechnungen von Classic Data erzielten Oldtimer über die Jahre durchschnittlich 7,5 Prozent Rendite pro Jahr."

Dabei sollte man natürlich auch die Kosten für Versicherung, Steuer und eine eventuelle Abnutzung mit einrechnen. Ebenfalls relevant sind Reparaturen, die den Preis schnell in die Höhe treiben. 

Besonders interessant sind natürlich Oldtimer in Top-Zustand, die mit etwas Glück auch über dem eigentlichen "Listenpreis" liegen können.

Interessanterweise sind nicht nur die vermeintlichen Topstars wie Mercedes-Benz, Rolls-Royce oder Ferrari attraktiv sondern auch Mittelklassewagen. Beispiele sind der Ford Capri II 2.0 S, der BMW 2002 oder auch der Opel Ascona A 1900 SR. 

Doch ist insbesondere bei Anfängern Vorsicht geboten. Wer unerfahren ist, sollte die folgenden Fallen meiden:

  • seltenen Lackierung, die meist niemandem gefallen
  • Prominente Vorbesitzer
  • kleine Stückzahlen, die nicht immer ein Merkmal für Qualität sind
  • so genannte Mauerblümchen
  • Unpassende Motorisierungen
  • Versteckte Schäden
  • Nachbauten
Wer sich allerdings ein bisschen auskennt, kann durchaus sein Geld vermehren und dabei vor allem auch noch Spaß an einem Stück Automobilgeschichte haben.