Traditionshersteller Saab bekommt Geld aus China

Traditionshersteller Saab bekommt Geld aus China

Der angeschlagene schwedische Traditionshersteller "Saab" bekommt Hilfe aus Fernost. Zudem wurden die Ersatzteile für Klassiker in Deutschland teilweise drastisch gesenkt!

Saab hat vom chinesischen Autounternehmen Youngman erstes Geld erhalten. Es soll sich um elf Millionen Euro handeln. Zuletzt waren angekündigte 70 Millionen Euro zunächst ausgeblieben. Der führende Bushersteller Chinas will gemeinsam mit dem Fahrzeug-Großhändler Pang Da rund 245 Millionen Euro in die angeschlagene schwedische Traditionsmarke investieren. Weitere Tranchen sollen noch im Laufe des Monats folgen.

Mit dem Überbrückungskredit könnte Saab die ausstehenden Gehälter für seine Beschäftigten in Trollhättan bezahlen. Dort sind seit Monaten keine Autos mehr vom Band gerollt, weil auch Zulieferer nicht mehr bezahlt werden konnten. Eine Insolvenz hatte Saab-Eigner Victor Muller, Chef von Spyker Cars in den Niederlanden, im vergangenen Monat durch einen Restrukturierungsplan abwenden können.

Außerdem hat Saab in Deutschland die Preise für Ersatzteile und Zubehör älterer Modelle teilweise drastisch gesenkt. Die Aktion „Höstrea“ (deutsch:. „Herbstverkauf") ist auch ein Dank an loyale Kunden. Zudem sollen Fahrer der finanziell angeschlagenen Marke wieder stärker an Saab gebunden werden.

Die Preissenkung umfasst Motoren, Getriebe, Lenkungen, Felgen, Karosserieteile, elektronische Komponenten und ausgewählte Zubehöre für die Baureihen 9000, 900 und 9-3 ab Modelljahr 1994 sowie 9-5 ab Modelljahr 1998. Der Kunde profitiert bei Originalersatzteilen von zwei Jahren Garantie. Noch bis zum Jahresende hat man Zeit um die Aktion bei Saab-Partnern in ganz Deutschland zu nutzen. 

Fotos/Quelle: Saab Automobile AB, Auto-Medienportal