Renault Alpine: Sportiver Franzose

Renault Alpine: Sportiver Franzose


Alpine

Oldtimerfreunden den Namen Alpine zu erklären, käme dem sprichwörtlichen "Eulen nach Athen tragen" gleich. Denn natürlich ist hier nicht der Car-HiFi-Hersteller gemeint, sondern Jean Rédélés Sportwagenschmiede auf Renaultbasis.

In diesem Jahr feiert der Alpine seinen 40. Geburtstag, wenn man denn dann die ersten Entwürfe zugrunde legt. Die stammen ergo aus dem Jahr 1968 und seinerzeit ging es darum, den kreuzbraven Renaults ein wenig Sportlichkeit zu verleihen.

Das wurde bereits mit dem Vorgänger, dem Alpine A110 versucht, doch erst mit dem Baubeginn des A310 im Jahr 1971 gelang es, einen echten Meilenstein in die automobile Landschaft zu setzen - zumindest optisch. Denn

Obwohl das Auto spektakulär wirkte, hatte es ein Problem: Der Sechszylinder stand noch nicht zur Verfügung, und so mussten sich Käufer mit der Vierzylinder-Ware von Renault begnügen. Es gab 1,6 Liter Hubraum, dazu ebenfalls nicht berauschende 115 PS.

Das erfahren wir in der Autogazette, die allerdings tröstlicherweise ebenfalls davon berichtet, dass der Alpine mit seinen schlanken 900 Kilogramm doch noch ganz gut abgehen konnte.

Der Sechszyinder wurde dann im Jahr 1976 nachgereicht, der mit satten 150 PS eine Beschleunigung von acht Sekunden auf die Straße zauberte und den französischen Sportler auf Tempo 220 km/h brachte.

Dumm nur, dass der Alpine runde 32.000 DM kostete und sich damit fast in Porsche-Sphären bewegte. Das führte dazu, dass der Wagen als Vierzylinder gerade einmal 2.300 Käufer fand und auch in der starken Variante griffen nur 9.300 Alpinista in die Schatullen, um sich den Alpine zu gönnen.

Übrigens: bei Renault plant man eine Neuauflage. Mal schauen, ob es dieses Mal auch mit dem Verkaufen klappt. Doch den Legendenstatus seines Vorgängers wird ein neuer Alpine vermutlich nicht erreichen.