Oldtimermarkt Bockhorn 2008 – der Rückblick

Oldtimermarkt Bockhorn 2008 – der Rückblick


Treffen

Über 3000 Fahrzeuge, zuerst Bombenwetter, dann Wolkenbrüche – der Oldtimermarkt in Bockhorn war dieses Jahr wieder äußerst spektakulär. Wir waren vor Ort

Samstag Morgends, halb sechs, in Norddeutschland: von Hamburg aus machen sich ein 1972er Plymouth Satellite Sebring, ein Honda S800 und ein Saab 900 2.0 16 V Turbo auf den Weg gen Ostfriesland, zum Oldtimermarkt in Bockhorn. Die mit 3000 Fahrzeugen und mehreren hundert Ausstellern größte Oldtimer-Veranstaltung ruft, der Carsablanca-Tross folgt. Ein Reisebericht in Bildern.

In Sittensen der erste Treffpunkt des Carsablanca-Trosses, der aus verschiedenen Ecken Hamburgs in Richtung Ostfriesland strömte. Honda S800 und Plymouth Satellite, zwei Philospohien des Automobilbaus treffen aufeinander. Was man nicht sieht: der Plymouth überragt den Honda auch vorne noch – um einen guten Meter.

Nach guten 2 Stunden Gesamtfahrzeit war das Ziel zum Greifen nahe. Die Oldtimerdichte hielt sich noch in überschaubaren Grenzen, doch der Eindruck täuschte: wir waren keine Sekunde zu früh …

… denn am Eingang erwartete uns schon eine amtliche Schlange. Eine Halbe Stunde später, und wir hätten mindestens doppelt so lange gestanden. Die ordnenden Kräfte waren trotz des noch vergleichsweise geringen Fahrzeugaufkommens bereits leicht überfordert und winkten Thilo mit seinem Saab 900 unerbittlich auf den Besucherparkplatz – zu jung, der Wagen.

Dass Fahrzeuge vor Baujahr 1977 nicht willkommen waren, bewies auch dieser Zettel an der Windschutzscheibe eines Mercedes-Benz W126. In beiden Fällen gab es am Ende aber Entwarnung. Thilo durfte nach dem Vorzeigen unserer Aussteller-Papiere auch auf das Gelände – und der Benz stand am Sonntag immer noch da.  

Dann ging es an's Aufbauen des Carsablanca Standes – zumindest für Thilo und Robert. Ich hatte den Weg nach Bockhorn mit einer sich mysteriöserweise nicht mehr öffnen lassenden Beifahrertür angetreten und dieses Problems musste ich mich natürlich sofort annehmen. Asozial hin- oder her, die Sache lies mir keine Ruhe.

Ein Blick in den  Türkasten ergab, dass sich das Gestänge zum Öffnen der Tür  an der Klinke ausgehängt hatte. Aus unerfindlichen Gründen ließ sich die Tür aber auch von innen nicht öffnen. Nach halbstündiger Fummelei und mehrfachen Schließversuchen mit dem Schlüssel ging es dann doch von Innen – anschließed war auch das Gestänge dank ungefähr um 2000% gesteigerter Zugänglichkeit recht flott wieder eingehängt. Folgende Dinge habe ich an diesem Tag gelernt:
- man sollte IMMER ein Stück Draht am Mann haben (ich hatte zwar vorsorglich Werkzeug mitgenommen, aber keinen Draht)
- Am Tüschlossmechanismus rumzuwerkeln, wenn die Tür geschlossen ist, macht ÜBERHAUPT KEINEN SPASS.

Carsablanca hilft: Das Loch in der Türfolie war dank des guten Promotion-Equipment im Nu wieder geflickt. Auto heil, ich happy, auf sie mit Gebrüll! Erklärungsversuche. "Wir sind eine Online-Plattform … " 

Dann wieder Verschnaufpause. Die Konstellation Plymouth, Saab, Honda war übrigens ideal. Wir haben viele super Gespräche geführt und ganz unterschiedliche Interessen mit dieser Mixtur angesprochen. Ab und an konnten sich ein paar Hüter des Oldtimer-Ehrenkodex eine Bemerkung anlässlich Thilos Saab 900 nicht verkneifen ("Der ist doch viel zu jung … wieso darf der denn hier drauf?") aber insgesamt hat uns der Besuch in Bockhorn auch eines gezeigt: Jungs, mit Eurem Spartenfaschismus seid Ihr ein Auslaufmodell!

Allemal sehenswert waren auch die zahlreichen Gefährte, mit denen die Landjugend in Bockhorn so unterwegs war. Vom Mini-Hot-Rod bis zum Go-Kart – selbstverständluich alles motorisiert – war da einiges dabei, wovon Stadtkinder nur träumen können.

Tja, und dann, von einer Minute auf die andere – Weltuntergang. 

Zuhauf verliessen die Leute fluchtartig das Gelände. Wir konnten nirgendwohin flüchten, also spannten wir mehr schlecht als Recht unser – Achtung, welch Ironie –Sonnensegel auf, setzten uns darunter und warteten darauf, dass es aufhörte zu giessen.

Irgendwann war dann der Wolkenbruch auch tatsächlich vorbei – das Treffen aber auch. Nur vereinzelt standen noch die Autos herum. Wir bauten unser Zelt auf, warfen den Grill an und genossen die kühle Abendluft.

Der Morgen danach …  

 … war recht schnell wie der Tag davor. Es tobte der Bär, auch bei uns am Stand. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Carsablanca-Mitglieder, die uns besucht haben! Bis bald!

Noch mehr Bilder gefällig? Hier geht es zur Bildergalerie Oldtimermarkt Bockhorn

Videos gucken? Hier geht es zu den Videos vom Oldtimermarkt Bockhorn