Oldtimer: Versicherungsschutz auch ohne Sicherheitsgurt

Oldtimer: Versicherungsschutz auch ohne Sicherheitsgurt


Sicherheitsgurt

Wenn man ehrlich ist, so wird jeder Oldtimerfan zugeben, dass die heutigen Autos mit ihrem ESP, ABS, Airbag und Co. einen Tick sicherer sind, als die "Golden Oldies", die in vielen Fällen noch nicht einmal einen Sicherheitsgurt zu bieten haben. Doch lässt das Fehlen eines Sicherheitsgurts nicht zu, dass Versicherungen die Zahlung verweigern. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Köln (AZ.: 2 O 497/06) hervor, dass in einem Artikel des Hamburger Abendblatts zitiert wird.

So wurde seitens der Richter festgestellt, dass das Fahren in einem Oldtimer ohne Sicherheitsgurte nicht als schuldhaft erhöhtes Verkehrsrisiko angesehen werden kann.

Im konkreten Fall hatte der Beifahrer eines Oldtimers ohne die entsprechende Vorrichtung für einen Sicherheitsgurt nach einem Unfall schwere Verletzungen erlitten und war dadurch sogar arbeitsunfähig geworden:

Die Haftpflichtversicherung wollte ihm jedoch nur einen Teil seiner Ärzte- und Ausfallkosten erstatten. Schließlich hätte er sich der erhöhten Gefahr bewusst sein müssen, als er in dem Auto ohne Sicherheitsgurte mitfuhr.

Ein nachträglicher Umbau des Oldtimers wäre indes nicht verpflichtend gewesen, wie die Richter feststellten - nicht zuletzt, weil eine technische Umrüstung eines Oldtimers mit erheblichen technischen Veränderungen einhergeht und die die Zulassungsbedigungen auch so erfüllt waren.

Fazit: die Versicherung muss zahlen, auch ohne Sicherheitsgurt.