Oldtimer aus Südafrika liegen im Trend

Oldtimer aus Südafrika liegen im Trend


Südafrika

Ich muss zugeben: ein wenig skurril ist dieser Trend ja schon. Oldtimer aus Südafrika? Das macht einen doch zunächst ein wenig stutzig. Doch in der Tat: in dem Land am Kap boomt momentan der Handel mit alten Modellen. Das berichtet der Spiegel und portraitiert den Oldtimer-Händler Norman Frost, der die Hälfte seiner Verkäufe mittlerweile im Ausland tätigt. 

Und bei den angebotenen Exponate handelt es sich keineswegs um Massenware. Okay: ein Jaguar E-Type ist auch dabei, doch wo findet man heutzutage noch einen Hudson Essex-Terraplane? Offensichtlich nirgends, denn:

"Zurzeit wird kein fahrtüchtiger Hudson Essex-Terraplane auf dem Weltmarkt angeboten", sagt der Kfz-Meister begeistert. Dabei wurden in den vierziger Jahren Hunderttausende von ihnen produziert. Drei von ihnen kamen 1936 nach Südafrika. Einer ist verschollen, der andere ein Wrack.

Nun fragt man sich, warum gerade Südafrika. Die Antwort lautet: weil dort offensichtlich ein Generationswechsel stattfindet und viele Besitzer ihre alten Wagen vererben. Die jüngere Generation kann mit dem alten Eisen oftmals nicht viel anfangen und möchte lieber Geld für ein neueres Modell. 

Ein Glück für alle Oldtimer-Fans in aller Welt, denn Norman Frost bietet seine Schätzchen weltweit an und kümmert sich - gegen Aufpreis - auch noch um die Verschiffung. 

Von Knysna, dem Standort des Oldtimer-Unternehmens, bis nach Hamburg kostet dieser umgerechnet 1.600 Euro. Die Lieferzeit beträgt drei bis vier Wochen. Da kann man angesichts der großen Entfernungen nun wirklich nicht meckern, oder?