Neue Veredelungstechnik: Ente in Papier

Neue Veredelungstechnik: Ente in Papier

Ganz neue Wege bei der Autoveredelung beschreitet Hans Heynen: Er hüllte ein Hoffman Cabrio auf 2CV-Basis in Servietten.

Langweiliges weiß oder ödes silbergrau – vielen Autofans ist ihr fahrender Untersatz zu trist. Um sich aus der Masse herauszuheben, ist eine individuelle Farbgebung ein oft beschrittener Weg. Wem Grafitti auf dem Auto allerdings zu profan und Airbrush-Technik zu teuer ist, für den gibt es nun eine mögliche Alternative: Die Serviettentechnik. Das ist eigentlich eine Gestaltungsform, die zumeist von jungen Leuten und Hausfrauen verwendet wird, um kleine Dosen oder Schmuckstücke aufzupeppen.

Aber auch am Auto funktioniert das Ganze, wie Hans Heynen, ein Citroen-Fan vom Niederrhein herausfand. Vermutlich zum ersten Mal ließ er ein komplettes Auto – ein Hoffman Cabrio auf 2CV Basis aus den Achtzigern – mithilfe der Serviettentechnik optisch neu einkleiden. Das Ergebnis jedenfalls überzeugt, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Materialkosten im Bereich unter 100 Euro blieben. Allerdings hat eine Mitarbeiterin Heynens, der einen Spezialhandel mit Teilen für alte Citroen betreibt, zwei Tage lang nichts anderes getan, als hauchdünne Serviettenpapierschichten in feuchten Bootslack zu drücken. Das Ergebnis der Arbeit kann sich sehen lassen. Und das auf Dauer, denn am Ende wurden mehrere Schichten desselben Lacks aufgebracht, was die Oberfläche witterungsbeständig macht.

Fotos: netz-medienservice