Morgan - ein Jahrhundert Automobiltradition

Morgan - ein Jahrhundert Automobiltradition


100 Jahre Morgan

100 Jahre Morgan - ein Jahrhundert Automobiltradition aus Großbritannien. Wenn das kein Grund zum Feiern oder zumindest doch zum Gratulieren ist? Yahoo! Autos war da schon ein Jahr früher und hat Anfang 2008 einen Tributartikel verfasst.

So werden die Morgans im englischen Malvern immer noch hergestellt, wie alte Kutschen. Und wo andere Automobilhersteller mit Plastik handwerken, hat der britische Traditionshersteller noch eine echte Schreinerei in seinen Hallen. Die Rahmen werden allesamt aus dem Stück gesägt und selbst der modernste Morgan, der Aero 8 wird noch in 100prozentiger Handarbeit aus Holz und Aluminium.

Und wirft man einen Blick auf die bewegte Firmengeschichte, so waren es stets die Jahrestage, an denen Umwälzungen geschahen. Nehmen wir 1959 - zum 50. Geburtstag. An diesem Tag kam der Sohn des Firmengründers H.F.S. Morgan, Peter Morgan, ans Ruder. Und vor zehn Jahren war dann Peters Sohn Charles an der Reihe, der das Unternehmen heute noch führt.

Doch bleiben wir noch einen Moment beim Holz, das die Morgans so unverwechselbar macht:

Die Verwendung von Holz als tragender Konstruktion bringt Vor- und Nachteile mit sich. Auf Grund von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ist jeder Rahmen anders. Jede Karosserie muss speziell an den Rahmen angepasst werden, was quasi nur in Handarbeit zu machen ist. Außerdem kann Morgan die Lacke nicht wie üblich bei 120 Grad trocknen. Wegen des Holzes sind maximal 60 Grad drin, was die Trocknungszeit verdoppelt und damit zum Flaschenhals der Produktion wird. Aber das verwendete Eschenholz, aus denen auch Tennis-Racks gemacht werden, ist leicht und hart.

Für Crashtests ist das Holz übrigens bestens geeignet und vor allem können auch einzelne Rahmenteile ausgesägt und maßgenau eingesetzt werden.

Soviel Noblesse und Hingabe kann natürlich keine Massenware sein und so finden jährlich nur etwa 100 Morgan ihren Weg nach Deutschland.