Jörg Bergmeister: 22,15 Stunden mit dem 911 GT3 R Hybrid

Jörg Bergmeister: 22,15 Stunden mit dem 911 GT3 R Hybrid

Nach vier Gesamtsiegen in Folge beim 24-Stunden-Rennen Nürburgring in den Jahren 2006 bis 2009 präsentierten sich die Porsche-Teams in diesem Jahr erneut stark, aber ohne das nötige Quäntchen Glück. Jörg Bergmeister (im Schalensitz, daneben Patrick Long) blickt auf einen sensationellen Auftritt in dem 911 GT3 R Hybrid zurück.

Im Schalensitz Nr. 32

Die Serie an Ausfällen fand ihren traurigen Höhepunkt mit dem Ende der achtstündigen Führung des Porsche 911 GT3 R Hybrid. Bis dahin konnte der innovative Rennwagen aus Weissach den eindeutigen Beweis antreten, dass die von Porsche entwickelte Hybridtechnologie auf der Rennstrecke absolut konkurrenzfähig ist und zugleich einen deutlichen Verbrauchsvorteil darstellt.

Hybrid Porsche Nach 22 Stunden und 15 Minuten rollte der orange-weiße 911 GT3 R Hybrid in Führung liegend im Streckenabschnitt Metzgesfeld mit Motorschaden aus. „Ich habe ein lautes Geräusch aus dem Heck gehört und plötzlich keinen Vortrieb gehabt“, beschreibt Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) das unvermittelte Ende aller Siegträume.

Trotz des enttäuschenden Rennens zieht der Vorsitzende des Vorstandes der Porsche AG, Michael Macht, der das Rennen am Sonntag vor Ort verfolgte, ein positives Fazit: „Zum Sieg hat es nicht gereicht, aber dennoch hat die Porsche-Hybridtechnik bei einem der härtesten Rennen der Welt ihr Potenzial eindeutig bewiesen. Wir werden dieses innovative Antriebskonzept weiterentwickeln. Das war ganz sicher nicht der letzte Rennstreckenauftritt eines Porsche-Hybridrennwagens.“

Wolfgang Dürheimer, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG, blickt bereits in die Zukunft: „Der 911 GT3 R Hybrid hat bewiesen, dass sich höchste Performance und einzigartige Effizienz nicht ausschließen. Er hat vielmehr den technologischen Weg für den Rennsport der Zukunft aufgezeigt.“

Porsche 911 GT3 Alle Erwartungen übertreffen konnte der straßenzugelassene Porsche 911 GT3 RS, der den Weg zum Nürburgring auf eigener Achse zurückgelegt hatte. Ex-DTM-Pilot Roland Asch (Ammerbuch), Rennfahrer und TV-Moderator Patrick Simon (Wiesbaden) sowie die Journalisten Horst von Saurma (Stuttgart) – im schalensitz Nummer 15 - und Chris Harris (Großbritannien) belegten im Feld der rund 200 Fahrzeuge den erstklassigen 13. Rang. „Wir sind total aus dem Häuschen“, freute sich Asch. Der Schwabe und seine drei Teamkollegen absolvierten insgesamt 145 Rennrunden ohne jegliche technische Probleme. „Dass man mit einem ganz normalen Straßenauto in so einem strapaziösen Rennen nicht nur mithalten, sondern auch noch so weit nach vorne fahren kann, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Nach diesem Rennen steht für mich außer Frage: Der Porsche 911 GT3 RS ist der beste Sportwagen der Welt!“

Die Pechsträhne der reinrassigen Renn-Neunelfer nahm bereits weit vor dem Ausfall des 911 GT3 R Hybrid ihren Lauf. Bereits nach fünf Rennstunden schied Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) im 911.

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