General Motors versteigert 1.000 Autos

General Motors versteigert 1.000 Autos


General Motors

Vor ein paar Tagen hatte ich das Thema schon einmal bei Carsablanca erwähnt. Doch nun wartet die Financial Times Deutschland (FTD) mit deutlich mehr Details zur andauernden Ausverkaufs-Auktion des US-amerikanischen Automobilherstellers General Motors auf.

Grund genug, das Thema noch einmal aufzugreifen und über den einen oder anderen "Schatz" zu schreiben, der noch bis Sonntag im Städtchen Scottsdale zu ersteigern sein wird.

Beginnen wir einfach mal mit dem vermeintlichen "Ramsch", beispielsweise einem Tracker Kalahari von 1994, der lediglich 4.700 US-Dollar einbrachte oder einem Pontiac Aztec SRV von 2001 der - obwohl es sich um ein Einzelstück handelt - auch nur 8.000 US-Dollar einbrachte. 

Preise, für die man vermutlich noch nicht einmal die Stoßstange des GMC-Trucks aus dem Jahr 1916 erhält, der eines der Schmuckstücke der Auktion ist.

In der derzeitigen Auktion werden 247 Autos angeboten, doch ist damit noch lange nicht Schluss. Denn wie es in dem Artikel heißt, soll die so genannte "Museumsflotte" des GM-Konzerns von insgesamt runden 1.000 historischen Exponaten um die Hälfte schrumpfen. 

Die zweite Auktion soll dann in ein paar Wochen in Palm Beach / Florida stattfinden, unter anderem mit einem nachtblauen 1940er-Oldsmobile, dem ersten GM-Modell mit Automatikantrieb. Oder auch mit dem House Car von 1925 - einem Vorläufer heutiger Wohnmobile.

Entsprechend der Seltenheit und der teilweise bewegten Geschichte der Auktionsstücke ist dann auch ein wenig Sentimentalität angesagt. So meint Greg Wallace, Chef des Heritage Center von GM in Detroit:

"Wir haben es hier mit Sammlern, Liebhabern, Autonarren zu tun, die mit einem bestimmten Wagen vielleicht die Kindheit, ihren ersten Kuss, eine besondere Reise verbinden", sagt Wallace, der selbst Eigner einer privaten Sammlung mit 23 Wagen ist - und sich von einigen der Autos aus der GM-Sammlung nur schweren Herzens trennen kann. "Das geht einem zum Teil schon sehr nahe."

Da sind vermutlich auch die erwarteten Millionenbeträge kein wirklicher Trost.