Ein Wanderer und kein Anderer

Ein Wanderer und kein Anderer

Die Sonderausstellung zur 125jährigen Unternehmensgeschichte der Sächsischen Wanderer Werke hat am 9. Juli 2010 im August Horch Museum eröffnet- 10 z.T. einmalige Exponate aus der breiten Wanderer-Modellpalette können bis Mitte Dezember bewundert werden.

 „Ein Wanderer und kein anderer!“, war eine Feststellung, bei der sich Hersteller und Autobesitzer ohne Zweifel einig waren, obwohl der Kraftwagen erst spät ins Geschäftsfeld der Wanderer Werke gerückt war. Denn das vor 125 Jahren von Johann Winklhofer und Adolf Jaenicke gegründete Unternehmen begann  seinen Weg zur Weltfirma auf zwei Rädern – als Chemnitzer Velociped-Depot. Überliefert ist, dass, da diese Bezeichnung vom französischen vélocipède = „Schnellfuß“ abstammt, und man mit den damals neuartigen Rädern schneller war als zu Fuß, auch die Markenbezeichnung „Wanderer“ herrührt. In nur drei Jahrzehnten dehnte man das Geschäftsfeld von Fräsmaschinen über Motorräder, Continental Schreib- und Rechenmaschinen bis zum Automobil aus. Gleich das erste – als „Puppchen“ berühmt geworden – galt als zuverlässigster Kleinwagen seiner Zeit. Auch wenn man sich später von den Motorrädern und Automobilen trennte, sind doch erstere Grundlage der Marke Jawa, letztere des erfolgreichen Mittelklassesegments der Auto Union AG gewesen.

Vom 10. Juli bis Mitte Dezember 2010 wird der nunmehr 125jährigen legendären Marke sogar eine Sonderausstellung gewidmet, waren sie doch durch den Verbund der Auto Union eng mit der Zwickauer Historie verknüpft. So sehen die Besucher des August Horch Museums in den nächsten Monaten eine faszinierende Mischung aus der traditionsreichen Geschichte - von der ältesten Continental Schreibmaschine, über ein Hochrad von 1886 bis hin zum legendären Wanderer Puppchen - und vieles mehr, selbstverständlich immer mit besonderem Akzent auf die Fahrzeugsparte und deren enge Verbindung zum Zwickauer Automobilbau.

Weitere Informationen:Wanderer Oldtimer
www.horch-museum.de