Der letzte Horch

Der letzte Horch


Horch

Ein Oldtimer sollte nicht nur Geschichte sein, sondern im Idealfall auch noch über eine eigene, individuelle Geschichte verfügen. So wie der "letzte Horch", der seit 8. Juli im Ingolstädter Audi museum mobile zu sehen ist. Mit diesem unrestaurierten Gefährt aus dem Jahr 1953 startet dann auch die Reihe „ZeitLupe“, die Fahrzeuge mit einer besonderen Geschichte präsentiert.

Und die Geschichte dieses Modells auf Basis eines Horch 830 BL ist wirklich beeindruckend. Der Wagen wurde 1953 gefertigt, damit der damaligen Geschäftsführer von Auto Union, Dr. Bruhn, ein repräsentatives Gefährt vorzuweisen hatte.

Im Jahr 1958 fusionierte Horch dann zum VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau und stellte fortan den Trabbi her.

Doch vorher kaufte ein in Deutschland stationierter GI den besagten Repräsentativ-Wagen und verkaufte ihn - back in the USA - an einen Texaner namens  Al Wilson. Der Preis: 500 US-Dollar.

Die Jahre zogen ins Land und geschlagene 40 Jahre später machten sich die Söhne Al Wilsons an die Recherche nach der Herkunft ihres deutschen Oldtimers. 

Der Rest ist Geschichte und so lesen wir in einer Pressemitteilung:

schließlich erkannte Ralf Hornung, der bei Audi Tradition für den Ankauf und die Restaurierung von Fahrzeugen zuständig ist, das Auto: „Die Fotos zeigten eindeutig den Bruhn-Wagen, der Jahrzehnte verschollen war.“ Hornung flog unverzüglich nach Texas. Dort war Al Wilson zum Verkauf bereit: "Der Horch gehört nach Hause.".

Genau dort ist der Wagen endlich angekommen.