Carsablanca-User-Treffen: Im Wald da sind die Räuber

Carsablanca-User-Treffen: Im Wald da sind die Räuber

Das nächste Carsablanca-Usertreffen steht vor der Tür! Am 6 August trifft man sich zum "Mitteldeutschen-Carsablanca Treffen" in Mespelbrunn.

„Welche Räuber“, fragten wir uns, als wir über gemächliche Landstraßen und durch beschauliche Ortschaften Richtung Mespelbrunn fahren. So ganz unvorbereitet wollten wir es nicht zu dem Carsablanca-Räuber-Treffen kommen lassen. Es kann immer mal etwas sein… Verschobene Öffnungszeiten, gesperrte Straßen. Wir wollten vorher alles auskundschaften, um vorbereitet zu sein.

Und so wie man durch die ersten Spessart-Orte fährt, sieht man die ersten Anzeichen, dass im Spessart und Odenwald einmal die Räuber hausten. Es gibt Räuberfeste, Räuber blond und Räuber dunkel, Räuberstuben und Wirtshäuser im Spessart. Manche sogar mit einem echten Räuberanstrich.

Und dann parken wir, mein Mann Robert und ich, den Barockengel auf einem Parkplatz und gehen über einen von Bäumen gerahmten Fußweg zum Wasserschloss. Die Sonne scheint strahlend und das kleine Schloss spiegelt sich wunderschön in dem See, an dem es liegt. Es hat etwas Romantisches – so ein bisschen was von Neuschwanstein. Nur der Turm ist trutziger und zeigt, dass dies eben nicht ausschließlich ein Märchenschloss ist, sondern dass man auch über Verteidigung nachgedacht hat. Und da sind sie wieder….die Räuber. Aber wie war das damals eigentlich?

Mespelbrunn @Mespelbrunn

Auf unsere Nachfrage kann uns die Schlossführerin weiterhelfen.

Drei Echter Brüder – Vorfahren der Erbauer des Schlosses Mespelbrunn - waren im Odenwald als Raubritter tätig. Verfolgt durch die Truppen des Kaisers Barbarossa zogen sie sich in den Spessart zurück und siedelten sich aus Sicherheitsgründen an drei verschiedenen Orten an. Von Zeit zu Zeit trafen sie sich an einem bestimmten Ort zu Besprechungen und banden ihre Pferde an einem Pfahl fest, der mit drei Metallringen versehen war. Dieser Ort ist bis heute unter dem Namen Echterspfahl bekannt. Noch heute zeigt das Wappen der Echters, diese drei Ringe...

Nach den vielen Räubergeschichten treibt uns der Hunger ins Cafe „Pferdestall“, das auf dem Schlossgelände liegt. Das Essen ist gut. ZB. Schweineschnitzel Wiener Art mit Pommes und gemischtem Salat für 9,80€ oder eine Räubervesper – Bratkartoffel mit Blut- und Leberwurstscheiben für 8,90€.
Gestärkt machen wir uns auf den Weg und wollen die Route abfahren, die wir besprochen haben.

Es geht quer durch den Spessart, über von Bäumen überdachte Straßen, die sich durch einen wunderschönen, grünen Mischwald winden.

Räuberschänke Räuberschänke

Überhaupt ist der Spessart noch eine unverfälschte Landschaft.  „Der Spessart ist ein großer grüner Fleck auf der Landkarte“ heißt es in unserem Reiseführer. Und damit hat man recht. Seine imposanten Buchen- und Eichenwälder, den gurgelnden Bächen, den friedlichen Waldtälern ist das von Sinn, Main und Kinzig umfasste Mittelgebirge an hessischer und bayerischer Grenze gelegen, viel ursprünglicher geblieben, als manch anderer Landstrich in Deutschland.

Und doch findet man hier traumhafte Straßen, die sich durch das Kinzigtal, den Maingau und das enge Durchbruchtal des Mains winden. Straßen gesäumt von grünen Wäldern und Sandsteinfelsen. Enge Serpentinen und leicht kurvige Strecken, die zum cruisen einladen und die an so mancher Sehenswürdigkeit vorbei führen.

Das Wetter ist fantastisch und wir genießen die Fahrt. Bis wir aufgehalten werden… Nein wir werden nicht von Räubern überfallen, sondern die Straße ist gesperrt. Robert steigt aus und erkundigt sich bei dem Baustellenleiter und erfährt, dass die von uns ausgesuchte Strecke auf Monate gesperrt sein wird.  Wir sind total enttäuscht. Was nun?

Uns bleibt nichts anderes übrig, als zurück zu fahren und uns eine andere Strecke zu suchen. Robert befragt die Karte, während ich zum Schloss zurückfahre. Jetzt heißt es improvisieren und sich etwas Neues ausdenken. Zwei Tage lang haben wir jede Straße im Spessart abgefahren, um eine neue schöne Strecke für unser Treffen zu finden. Ich hoffe es ist uns gelungen.

Landstraße

Carsablanca User-Treffen - 6. August 2011

Wir treffen uns um 11.00 Uhr auf dem letzten Parkplatz vor Schloss Mespelbrunn (Anfahrt und Zeitplan) zu einem ersten Kennenlernen. So wie alle angekommen sind, spätestens aber am 12.00 Uhr geht es ins Cafe Pferdestall, wo wir uns für die Fahrt stärken können. Wer möchte kann auch an einer Schlossführung teilnehmen. Um 15.00 Uhr starten wir in Mespelbrunn die Fahrt. Zuerst  geht es über Heimbuchental, Dammbach nach Rohrbrunn. Dort biegen wir Richtung Main ab und fahren quer durch den Spessart (eine schöne lange Waldstrecke) Richtung Hasloch, Faulbach, Stadt-Prozelten, Collenberg nach Freudenberg. Dort halten wir an einem schönen direkt am Main gelegenen Parkplatz und machen eine Fotopause.

Weiter geht es nach Bürgstadt und von da nach Miltenberg am Main. Dort endet unsere Fahrt, am Parkplatz an der Pfarrkirche (Parkgebühren 50cent pro Stunde – ab 19.00 Uhr ist der Parkplatz kostenlos). Es gibt dort ein sehr schönes Restaurant, mit Blick über den Parkplatz, unsere Autos und auf den Main. Kann man sich etwas Schöneres denken, als bei einem Drink und wer möchte etwas zu Essen, auf der Terrasse zu sitzen, die Oldies im Sonnenuntergang dort stehen zu sehen, und im Hintergrund glitzert der Main?
Wer daran keinen Gefallen findet, kann die historische  Altstadt von Miltenberg erkunden. Dort gibt es zahllose Sehenswürdigkeiten und unzählige kleine und große Fachwerkhäuser. Auch lädt das Hotel „Rose“ zu einer Übernachtung ein, die Robert und ich sicher annehmen werden.

So, wem ich jetzt den Mund auf diesen Ausflug noch nicht wässrig machen konnte, der sollte vielleicht selbst einmal den Spessart mit all seiner Schönheit und seinen Räubergeschichten erkunden. Liebe Grüße an alle Interessierten wir freuen uns auf ein nettes Treffen und eine schöne Ausfahrt.

Mona (Rhonda) und Robert

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