Britische Hochzeit: Polizeiwagen statt Oldtimer

Britische Hochzeit: Polizeiwagen statt Oldtimer


Hochzeit

Es hätte so schön werden können und wurde dann letztlich auch noch schön. Doch eigentlich hatte sich die Britin Louise Stewart vorgenommen, in einem stilechten Armstrong Siddeley Sapphire bei ihrer Hochzeit vorzufahren. Dummerweise machte der betagte Oldtimer auf einer Autobahn unweit der westenglischen Stadt Bristol schlapp - mit der Braut sowie dem Brautvater an Bord.

Doch wie uns Vienna.at berichtet, scheinen die Polizeibeamten in Großbritannien durchaus noch "Freunde und Helfer" zu sein:

nach 20 Minuten kamen zufällig zwei Polizisten vorbeigefahren und brachten die 28-Jährige zusammen mit ihrem Vater in aller Eile zu den Hochzeitsgästen.

Ende gut, alles gut - doch möchte ich doch noch ein paar Worte zum eigentlich Star der Hochzeit verlieren.

Der Sapphire war nämlich in gewisser Weise ein Befreiungsschlag des damals angeschlagenenen Autobauers Armstrong Siddeley. Die Wagen galten bis dato als antiquiert und mit dem Sapphire wurde besonders dem Motor neues Leben eingehaucht. Doch schauen wir einfach mal, was unser Lexikon dazu weiß:

Der neu konstruierte 3,5 Liter-Sechszylinder besitzt halbrunde Brennräume, seine V-förmig hängenden Ventile werden durch ein cleveres Stößelsystem von einer seitlichen Nockenwelle betätigt. Damit leistet der Motor 125 PS, was dem Sapphire eine Spitze von 145 km/h verschafft. Ab 1953 konnte man eine Version mit Doppelvergasermotor bekommen, gut für 150 PS.

Gebracht hat es leider nichts mehr, denn ebenso, wie der Oldtimer auf der Autobahn blieb auch der Sapphire auf der Strecke liegen: 1960 kam das Aus für das Werk im britischen Coventry. 

Die Nachfolgefirma Bristol-Siddeley wurde übrigens  1966 Teil von Rolls-Royce.