Bremen Classic Motorshow: Tipps für Besucher

Bremen Classic Motorshow: Tipps für Besucher

Die neunte Bremen Classic Motorshow startet am 4. Februar 2011. Auf großes Interesse stößt das diesjährige Sonderthema „Made in Germany“, bei den Motorrädern verwandt: Konfektionäre. Themengibt es viele. Wir haben für Sie schon einmal vorrecherchiert.

* Nagelneu, noch mit der Folie auf den Sitzen, alles picobello – der R4, den Jens Schiwy aus Lilienthal in der Halle 5 der Bremen Classic Motorshow verkaufen will, ist ein Neuwagen – und trotzdem 24 Jahre alt  und somit ein junger Klassiker. Jahrelang unbeachtet verbrachte er in der Scheune eines Tschechen. Wie es dazu kam und wie der Wagen nach Deutschland gelangte, erzählt Jens Schiwy. Das Auto steht in  Halle 6 auf Stand E 38, Jens Schiwy ist in Halle 5 auf Stand D 16 anzutreffen.

* Zuletzt war er in Italien zu sehen, jetzt ziert er die Sonderschau der Bremen Classic Motorshow: Eine echte Seltenheit ist das zweitürige Maybach Zeppelin DS 8 Sport Cabriolet. Es stammt aus der Ravensburger Schmiede Spohn. Das Einzelstück wurde 1937 von einer Hamburger Familie geordert und befand sich jahrzehntelang von der Öffentlichkeit ausgeschlossen in der Hansestadt, bevor es der französische Automobilfachmann André Lecoq in den 70er Jahren erwarb, restaurierte und es an einen deutschen Liebhaber verkaufte. Zu sehen auf der Sonderschaufläche in Halle 5.

* Heiko Feindt aus Langwedel ist Präsident des Audi 100 Coupe S Club Deutschland ACCD e.V. und liebt sein Schätzchen. Trotzdem ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen, sich zu trennen: Er verkauft einen  seiner „tibet-orangenen“ Audi 100 LS C1 mit „flasch-grüner Velourausstattung“ aus dem Jahr 1976 – auf der Uhr hat das Liebhaberstück erst 8.015 Kilometer. „Zu schade zum Fahren“, sagt Heiko Feindt. Halle 6,  Stand E 38.

 

* Eigentlich dreht er sonst auf den klassischen Rennstrecken Europas, siegte in Le Mans und bei der Deutschen Rennsport Meisterschaft 1979: der K3, die dritte Version des Porsche 935 aus dem Kölner Hause Kremer – am schönsten im Jägermeister-Outfit von 1980. Wer schon mal ein bisschen träumen möchte: 750 PS, die von 60 bis 200 Stundenkilometern genau sechs Sekunden brauchen, rasante 330 Stundenkilometer auch ohne Kneipe in Sicht auf die Strasse bringen und das Schönste: Nur 13 davon wurden von 1979 bis 1980 überhaupt gebaut. Stand E28 Halle 6. 

* Ein Silverbird aus dem Jahr 1928 – das allein klingt schon klasse. Ein Silverbird aus dem Jahr 1928, der von Söhnen den japanischen Kaiserfamilie gesteuert wurde, der von Japan nach England verschifft wurde, dort mit neuem Chassis, verbesserter Renntechnik und vielen Extras mehr ins Rennen geschickt wurde, da wird die Geschichte schon schillernd. Zu sehen ist das  gute Stück in Halle 6, Stand A 28.

* Frischgebackene Europameister und ihre Fahrzeuge gibt es zu bewundern auf der Bremen Classic Motorshow und zwar den Delmenhorster Claus Ellermann, der gemeinsam mit seinen Teamkollegen für den MSC Gütersloh fährt und den Team-Pokal der FIA Historic Sporting Rally Championchip nach Hause gebracht hat. Auch vor Ort: Der Gewinner in der Einzelwertung, Wolfgang Pfeiffer mit seinem Porsche 911 S, Baujahr 1969. Halle 6, Stand C 20.

* Restaurator, Polsterer, Sattler – der Oldtimerszene mangelt es an ambitionierten Nachwuchskräften. Abhilfe verschafft „yourmove“. Hier wird jungen Leuten nicht nur gezeigt wie es geht und wie viel Spaß Bohren, Sägen, Feilen und Schrauben machen kann, hier darf auch mit angepackt werden: „I pimp my Bobbycar“ heißt die diesjährige Aktion, in der Kinder, Jugendliche und ihre Eltern das erste eigene Fahrzeug aufmotzen dürfen. Halle 7, Stand D 01.

Weitere Informationen:

Bremen Classic Motorshow 2011