Begeisterung bei der „Hockenheim Historic“

Begeisterung bei der „Hockenheim Historic“

15.000 Zuschauer lockte das Rennspektakel am vergangenen Wochenende an den Hockenheimring. Ihnen bot sich bei strahlendem Sonnenschein ein Event der Extraklasse.

Vom 24. bis zum 26. April 2009 war der Hockenheimring das Eldorado für Fans des historischen Motorsports. 15.000 Zuschauer zog die  „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“ an.
Der Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH, Georg Seiler, zog eine positive Bilanz der Veranstaltung: „Es zeigt, dass die Veranstaltung zum Gedenken an den zweifachen schottischen Formel 1-Weltmeister Jim Clark auch unter neuem Namen nichts an Faszination verloren hat.“
Bei strahlendem Sonnenschein wurde Motorsport zum Anfassen geboten. Der Veranstalter, der Badischer Motorsport Club (BMC), registrierte rund 500 Starter, die an den Rennen, Wertungsläufen und Präsentationsfahrten auf der badischen Rennstrecke teilnahmen und das Fahrerlager mit ihren Rennfahrzeugen in ein riesiges historisches Open Air-Museum verwandelte. Das große Teilnehmerfeld an Formel 1- und Formel 2-Fahrzeugen und die vielfältigen Rennserien von Morgan, VFV GLP-pro Formel bzw. Tourenwagen über Abarth Coppa Mille und bis hin zur Classic Formel V und Interserie und der aktuellen NEC Formula Renault sorgten für ein abwechslungsreiches Programm.

Bilderstrecke: Hockenheim Historic - Der zweite Renntag

[Gallery_11652]
[Gallery_11650]
Auch die über 300 Teilnehmer beim großen Markenclubtreffen kamen voll auf ihre Kosten. Sie hatten während der drei Veranstaltungstage die Gelegenheit, geführte Runden auf der Grand-Prix-Strecke zu drehen und somit die legendären Streckenabschnitte selbst zu erleben. Die beliebte 80 km lange Rallye „Tourist Tour“ startete am Samstagnachmittag und führte die begeisterten Fahrer über eine malerische Strecke u. a. nach Bad Dürkheim. Die wahren Helden der „Hockenheim Historic - In Memory of Jim Clark“ waren jedoch sicherlich die Rennsportlegenden vergangener Tage. Anlässlich des großen Interserie Revivals, das durch die Organisatoren der Veranstaltung und der auf historischen Motorsport spezialisierten Solitude GmbH initiiert wurde, waren sie als Ehrengäste geladen. Die Interviews, Fototermine und Autogrammstunden mit gutgelaunten Größen wie Kurt Ahrens, Wilhelm Kauhsen, David Piper, Hans Herrmann, Gerhard Härle, Ed Peters, Manfred Jantke, Rainer Braun, Hans Mezger und Herbert Linge und weiteren Gästen waren sicherlich die absoluten Highlights des Wochenendes für aktive Motorsportler sowie Fans und sorgten für eine gehörige Portion Authentizität und Flair der „guten alten Zeit“.
David Piper wurde noch eine besondere Ehre zu teil. Prof. James Kelly von der Universität Pforzheim, Transportation Design, überreichte ihm stellvertretend für seine 20 Master-Studenten den 1. Designpreis für einen Sportprototypen. Die Jury hat Pipers Ferrari P 4 aus dem Jahr 1967 in allen Wertungskriterien als den Schönsten bewertet. Der erstmals auf einer Rennstrecke vergebene Designpreis wurde von der Universität in drei Kategorien ausgeschrieben. Neben Pipers Ferrari in der Kategorie Interserie, wurde als Sport- und GT-Wagen ein Jaguar E-Type Coupé von 1963 ausgezeichnet. Der für die Studenten schönste Formelwagen war ein Formel 1 Cooper Climax aus dem Jahr 1961. Am Samstagnachmittag fand am Jim Clark-Memorial, das durch die Lotus Memorial Foundation und das Engagement von Jim Clark-Fan Warren King möglich gemacht und im letzten Jahr feierlich eingeweiht wurde, eine offizielle Gedenkfeier zu Ehren Jim Clarks statt. Dabei erinnerten Harald Roth, Präsident des Badischen Motorsportclubs, und Clarks Freund Kurt Ahrens in bewegenden Worten an den 1968 in Hockenheim tödlich verunglückten Rennfahrer.
Ein erstklassiges Rahmenprogramm für die ganze Familie, das offene Fahrerlager, vielfältige Händler- und Ausstellungsflächen rundeten die Veranstaltung ab und sorgten für gute Unterhaltung.