Autotuner Abarth wird 100 Jahre alt

Autotuner Abarth wird 100 Jahre alt


Abarth

Ob man seine Autos nun mag oder nicht: auf jeden Fall hatte der Mann Stil. Und zwar so richtig. Denn wer seine Oberhemden mit Initialen C.B. dreimal täglich wechselt und noch dazu handgenähte Lederschuhe aus London trägt, der beweist einen echten Sinn für Ästhetik.

Die Rede ist von Carlo Abarth, der sich trotz seines dandyesken Auftreten durchaus die Hände schmutzig gemacht hat. Abarth wurde im Jahr 1908 in Wien geboren und starb im Jahr 1979 ebendort.

Und wie die Süddeutsche Zeitung richtigerweise behauptet, handelt es sich bei dem Österreicher um eine der schillerndsten Figuren der Autohistorie.

Ein Tuner war er übrigens zeitlebens nicht, denn eigentlich hat Abarth ja eigene Autos produziert - wennauch auf Fiat-Modellen basierend.

Seinen Durchbruch feierte die Marke mit dem Skorpion im Jahr 1956. Carlo Abarth hatte zunächst mit der Produktion von Auspuffanlagen sein Geld verdient doch inmitten des Wirtschaftswunders debutierte der Fiat 600 auf dem Genfer Autosalon.

Und aus diesem 600 erschuf Abarth einen Fiat 750 - ein Wagen, der sich sofort wie das sprichwörtliche "geschnitten Brot" verkaufte. Und schon damals war das Credo des Autobauers klar: 

"Ich betreibe Neubauten auf bekannter Basis. Wir sind ein Ingenieur-Betrieb."

In den Folgejahren erschienen zahlreiche Wagen, die fast durchweg auf Fiat-Modellen basierten, aber durchaus einen eigenständigen, ja eigenwilligen Charakter bewiesen.