Altes Blech und heiße Rhythmen: 16. Jazzfrühschoppen in Bad Münster

Altes Blech und heiße Rhythmen: 16. Jazzfrühschoppen in Bad Münster

Die Mischung machts! Nicht nur bei Zweitaktmotoren sorgt diese Regel für reibungsloses Funktionieren auch Oldtimer-Veranstaltungen profitieren von einer guten Kombination. Die Mischung aus Oldtimer und Jazzmusik hat sich auch beim 16. Mal bewährt.

Und wieder konnten die Veranstalter des Gastland Nahe e.V. und Verkehrsverein "Rheingrafenstein" stolz auf die gelungene Durchführung des Jazzfrühschoppens an der Kurpromenade von Bad Münster sein. Über 500 Fahrzeuge nahmen an dem Höhepunkt der pfälzischen Oldtimerszene teil, jedem Fahrer wurde von Günther Aubel eine Rose als Begrüßungsgabe gereicht. Den zahlreichen Besuchern wurden einige Schätze der Automobilgeschichte vor Augen geführt, die in der Früh Angereisten konnten ab 10:30 Uhr beobachten, wie die historischen Schätze ihren Platz auf der Kurpromenade einnahmen. 

Ein ausgesucht teures Fahrzeug war der Porsche 356 Carrera II mit dem aufwändigen Fuhrmann-Motor. Sein Zweiliter Vierzylinder-Boxer mit insgesamt vier Nockenwellen, die durch Königswellen angetrieben werden macht den Motor zu einem  Albtraum eines jeden Mechanikers. 

Eine weitere Sensation war der seltene Lagonda M 45 von 1935, dessen baugleicher Serienbruder im selben Jahr Le Mans gewonnen hatte. Die damals noch eigenständige Marke Lagonda hatte eine hervorragende Reputation im Sportwagensegment besessen, der M 45 war seinerseits das schnellste Serienfahrzeug der Welt gewesen. Das teilnehmende Exemplar war erst 2008 von einem Hunsrücker gekauft worden, davor hatte es eine wahre Odyssee aus dem heimischen England in die USA und wieder zurück geführt. Weniger weit gereist war ein Schwimmwagen aus dem Jahre 1943, einer der letzten Konstruktionen Ferdinand Porsches für Volkswagen.

Weniger exklusiv, dafür aber nicht weniger aufregend waren die Sportikonen aus Amerika, ein mintfarbener Ford Thunderbird oder eine Chevrolet Corvette, der Vorreiterin der Kunststoffkarosserie und gern gesehener Gast bei Oldtimertreffen. Mittlerweile verblaßt das ehemalige Image als  Ludenschleuder und die Würdigung als ein ernstzunehmender Sportwagen setzt sich durch. 

Für die passende musikalische Untermalung sorgte die Jazz-Band "Viva Creole", die heißen Rhythmen verleiteten zu einem ausgedehnten Aufenthalt ebenso wie die schwelgerische Formenvielfalt der angereisten Oldtimer. Wie gut, dass die Veranstalter auch an die leiblichen Bedürfnisse ihrer Gäste gedacht und zahlreiche  lokale Unternehmen für deren Befriedigung eingespannt hatten. Da auch das Wetter in Bad Münster mitspielte, war der 16. Jazzfrühschoppen ein voller Erfolg und es darf mit einer Fortsetzung gerechnet werden.

Autor: Frank Brendel

Der 16. Jazzfrühschoppen im Carsablanca Oldtimer-Kalender