Abarth als Sammelobjekt

Abarth als Sammelobjekt


Abarth

Nein, abartig ist das nicht, höchstens: abarthig. Man verzeihe mir dieses Wortspiel aber es kommt nun wirklich nicht oft vor, dass jemand ausgerechnet Oldtimer des Fiat-Veredlers Abarth sammelt. Im Spiegel wird einer der bedeutendsten Sammler portraitiert, sein Name: Leo Aumüller.

Seinen ersten Abarth kaufte Aumüller bereits im Jahr 1969 - für gerade einmal 4.000 Mark wechselte der 78 PS starke 850 TC den Besitzer und legte damit den Grundstein für eine umfangreiche Sammlung.

Der Sammler ist selbst Automechaniker und war bereits seit den 50er Jahren im Abarth-Fieber. Nur waren die Lähne damals noch kärglich, sodass der erste Ankauf noch ein wenig warten musste.

Schnee von gestern, wie man so schön sagt, denn:

Längst ist Aumüllers 850 TC nicht mehr sein einziger Wagen. Wann immer er in paar Mark übrig hatte, investierte er das Geld in einen neuen Abarth. Jetzt stehen in Aumüllers Sammlung dicht an dicht eine Handvoll aufgeblasener 500er, ein Sport-Spider von 1968, ein Abarth Simca 2000 von 1965 und jede Menge Rennwagen und Prototypen – darunter auch das Einzelstück eines für die Lufthansa gebauten Abarth-Coupés.

Eine genaue Zahl der gesammelten Abarths geht aus dem Artikel nicht hervor, wohl auch, weil Aumüller mit keinen konkreten Daten herausrücken wollte. Doch sind es mindestens 50 Exemplare, die übrigens (fast) allesamt fahrtüchtig sind.

So kommt es dann auch, dass kaum ein Rennen vergeht, ohne das nicht Aumüller mit einem seiner Abarths teilnimmt. Und wann immer dem Modell eines anderen Liebhabers die Puste ausgeht, ist der Mechaniker aus dem Steigerwald zur Stelle und legt kundig Hand an. 

Ein Leben im Zeichen des Skorpions, wenn man so will - doch ist damit nicht Aumüllers Sternzeichen gemeint.