60 Jahre Jaguar XK

60 Jahre Jaguar XK


Jaguar XK

Es ist in der Tat so, wie die Autogazette schreibt: kommt das Thema auf alte Jaguar, so steht in der Regel der E-Type im Blickpunkt. Dabei hat der Jaguar XK, genau genommen, deutlich mehr für die Marke geleistet. Allein, wenn man sich den US-amerikanischen Markt ansieht oder auch die Erfolge der britischen Wildkatze auf den internationalen Rennstrecken - meist war es der XK, der die Fahne des Konzern hochhielt. 

Das Besondere am XK war sein Komfort. Denn in der automobilen Frühzeit (wir schreiben das Jahr 1948) war es keineswegs selbstverständlich, dass ein Roadster ausreichend Platz und noch dazu eine okaye Federung bot.

XK120 - so war die Bezeichnung für das erste Modell, das 1948 auf der London Motor Show gezeigt wurde. Und glaubt man dem Artikel, so handelte sich dabei gar um eine Notgeburt:

Weil die neue Mk VII-Limousine nicht rechtzeitig zur London Motor Show fertig war, fehlte Jaguar-Chef William Lyons ein Hingucker für die Messe. In nur sechs Wochen stellten die Engländer deshalb einen kleinen Roadster auf die Räder - aufgebaut mit einer Aluminium-Karosserie auf der um 46 Zentimeter verkürzten Plattform der unfertigen Limousine.

Die Besucher kamen jedoch nicht auf die Idee, dass das raubkatzige Modell mit den kurzen hinteren Kotflügel und den langen Vorderläufen lediglich aus der Verlegenheit entstanden war. Und so wurde die Serienproduktion allein aufgrund zahlreicher Bestellungen gewährleistet.

Zur weiteren Popularität trugen dann Rekorde und Rennerfolge bei: 1949 erreichte Ron Sutton Tempo 213 km/h -  Norman Dewis fuhr im Jahr 1953 dann sogar 277 km/h und stellte damit den ewigen XK-Rekord auf. Wenn man bedenkt, dass der XKR-S trotz seiner 416 (gegenüber 160) Pferdestärken auch kaum schneller fährt, ist das ein schier unglaublicher Wert. 

Auch beim 24 Stunden Rennen von Le Mans konnte der XK reüissieren und erst, als der XK-E (alias E-Type) 1961 auf den Markt kam, war die Erfolgsgeschichte des XK zu Ende erzählt.

Sein Ruhm indes, bleibt bis heute unangetastet.