Der Ferrari 365 GTB/4 Daytona wird 40

Der Ferrari 365 GTB/4 Daytona wird 40


Ferrari 365GTB

Finanzkrise wohin das Auge blickt. Dabei gäbe es doch so gute Kapitalanlagen. Im Falle des Ferrari 365 GTB/4 konnte man mit einem Einsatz von 72.000 DM (=37.000 Euro) heutzutage bis zu 200.000 Euro erzielen.

Sie nennen mich unromantisch? In gewisser Weise trifft das zu, denn eigentlich sollte man beim Ferrari 365 GTB/4 ja nicht ans Geld sondern an die Poesie und an die Schönheit denken.

Es war vor 40 Jahren auf dem Pariser Autosalon als der italienische Sportwagenhersteller sein Modell zum ersten Mal gezeigt hat und der Spiegel fühlt sich aus diesem Grund bemüssigt, einen Lobartikel zu verfassen. So erfahren wir beispielsweise, warum der Wagen einen solch schnöden Namen trägt:

365 ist das Volumen jeder Brennkammer des Zwölfzylindermotors, der diesen Wagen antreibt; GTB steht für Gran Turismo Berlinetta und die 4 hinter dem Schrägstrich deutet auf vier Nockenwellen hin – nämlich jeweils zwei für jede Zylinderbank des V-Motors.

Das Daytona in der Überschrift ist natürlich nicht meine Idee sondern ein inoffizieller Titel - aufgrund der Triumphe des Boliden beim gleichnamigen 24 Stunden-Rennen, wo gleich die Plätze Eins, zwei und drei belegt wurden.

Doch wen interessieren diese Erfolge angesichts eine solchen Optik? Pininfarina zeichnete verantwortlich und ausgestattet mit einem Frontmotor handelte es sich lange Zeit um das schnellste Auto der Welt. 5,4 Sekunden auf Tempo 100, 274 km/h bzw. 282 km/h V-Max: das sind Werte, die auch heute noch mehr als konkurrenzfähig erscheinen.

Da braucht man nicht lange nach dem Verbrauch zu fragen, der bei satten 30 Litern auf 100 Kilometer lag. Es war nun einmal die Zeit vor der Energiekrise und bis 1974 wurden rund 1.280 Exemplare verkauft.

Und ja: auch Günther Netzer fuhr einen 365 GTB/4 und zwar in quietschgelb.