Was ist mein Oldtimer wert?

Was ist mein Oldtimer wert?

Jeder der viel Zeit und Geld in das Hobby „Oldtimer“ investiert stellt sich irgendwann die Frage „Was ist mein Oldtimer wert?“. Aber wie kann man den aktuellen Oldtimerwert feststellen?

Die Frage nach dem Wert des Oldtimers lässt sich nicht so einfach beantworten. Schlussendlich regelt alleine der Markt und somit Angebot und Nachfrage den Preis eines Klassikers. Bei neueren Fahrzeugen ist es recht einfach den Wert zu bestimmen. Man vergleicht Fakten wie das Baujahr, liest den Kilometerstand ab, sieht sich den TÜV-Termin und die Profiltiefe der Reifen an und kann dann mit Hilfe von Marktbeobachtungslisten den aktuellen Wert recht gut abschätzen. Mit zunehmendem Alter des Fahrzeugs wird es jedoch immer schwieriger den tatsächlichen Wert zu ermitteln. Unterschiedliche Pflegezustände und Laufleistungen erschweren das Vergleichen mit Abschreibungslisten oder sonstigen Marktdaten (z.B. aus dem Internet).

Bei Oldtimern ist diese Wertbestimmung wesentlich schwieriger als bei neueren Modellen und sieht von vorneherein ganz anders aus. Bei Oldtimern zählt weder Erstzulassung noch Kilometerstand. Der Kilometerstand wird oft überhaupt nicht mehr angeführt oder kann nicht genau ermittelt werden. Schätzungen sind aufgrund der Umstände oft nicht möglich oder liefern nur einen ungenauen Wert zurück. Das Hauptkriterium bei der Bewertung von Oldtimern ist der Pflege- und Erhaltungszustand. Dieser wird mit so genannten Zustandsnoten (1-5) angegeben. So wird jedem Fahrzeugs-Zustand ein eigener Marktwert zugeordnet. Dies ermöglicht dann einen Vergleich mit ähnlichen Fahrzeugen gleicher Zustandsnote.

Zur Ermittlung des Oldtimerwertes gibt es in Deutschland mehrere Organisationen die solche Wertgutachten anbieten (z.B. Olditax oder Classic-Data). Dabei gibt es Gutachten unterschiedlicher Umfänge. Die Kurzbewertung ist eine schnelle und einfache Wertermittlung, das „große Gutachten“ ein umfangreicheres Wertgutachten. Dies sind Dokumente die Auskunft über Zustand, Werterhalt und das Vorhandensein wichtiger Nachrüstteile belegen. Ohne ein solches offizielles Gutachten (Kurzbewertung oder Wertgutachten) ist eine Zulassung mit einem H-Kennzeichen gar nicht erst möglich. Grundsätzlich wird bei der Bewertung eines Oldtimers zwischen Marktwert, Wiederbeschaffungswert und Wiederherstellungswert unterschieden.

Wiederbeschaffungswert: Bezeichnet die Summe die man aufwenden müsste um ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug zu beschaffen. Der Wiederbeschaffungswert wird z.B. von Versicherungen im Falle eines Unfalls ermittelt.

Wiederherstellungswert: Der Wiederherstellungswert gibt den Preis an, den das Fahrzeug an Aufwendungen gekostet hat und setzt sich aus Restaurationskosten und Fahrzeuggrundpreis zusammen. Der Wiederherstellungswert ist besonders wichtig, wenn man eine Aufwändige Restauration belegen will. Jeder der den tatsächlichen Wert seines Oldtimers bestimmen will muss sich einen objektiven Überblick über den Zustand seines Oldtimers (z.B. Offizielles Gutachten) und die Marktsituation verschaffen nur so ist ein realistischer Preis überhaupt festzulegen. Grundsätzlich ist ein ausführliches Gutachten über den Zustand und Wer des Oldtimers sehr empfehlenswert. Beim Verkauf von Oldtimern ist es oft so, dass Liebhaberei und das Finden des richtigen Käufers den Markt machen. Je mehr Informationen man sich über den Markt und das Fahrzeug verschafft desto größer ist die Wahrscheinlichkeit den idealen Preis für sein Schmuckstück zu ermitteln.

Hilfreiche Links:

Oldtimer Zustandsnoten

Classic Data

Olditax

DEKRA

TÜV Wertgutachten