Transatlantik-Bastard: Chrysler TC

Transatlantik-Bastard: Chrysler TC


Schlau werden mit Carsablanca

Eine Zeitlang pflegten Chrysler und Maserati freundschaftliche Beziehungen. Das führte zu einem der bizarrsten Autos der Achtziger, dem Chrysler TC by Maserati, wie sein voller Name lautet. Genie, Wahnsinn oder ein bedauerliches Missverständnis?

Der TC spaltet die Meinungen bis heute. Für die einen ist er ein exquisiter Klassiker mit einem Altwelt-Bouquet, das gewöhnlichen Chryslers fehlt. Die anderen sehen darin einen überteuerten LeBaron mit rundgefeilten Kanten.

Chrysler jedenfalls scheute keine Kosten für dieses Auto: Man nahm Bodengruppen des Dodge Daytona vom Band und verfrachtete sie in das Maserati-Werk in Milano, wo italienische Blechkünstler von Hand eine Karosserie drauf zauberten. Leider sieht diese Karosserie auf den ersten Blick aus wie der massenhaft gebaute LeBaron. Immerhin, der TC ist besser verarbeitet und fährt ein bisschen dynamischer, zumindest der erste Jahrgang: Optional gab es den TC mit einem 2,2-Liter-16V-Motor, gut für 160 PS. Der letzte Jahrgang lief mit einem deutlich zahmeren Mitsubishi-V6 und 140 PS.

Dass dies den doppelten Preis eines LeBaron rechtfertigte, akzeptieren zwischen 1989 und 1991 nur 7300 Käufer.