Tipps zum Saisonkennzeichen für Oldtimer & Youngtimer

Tipps zum Saisonkennzeichen für Oldtimer & Youngtimer

Old- oder Youngtimer lassen sich mit einem sogenannten Saisonkennzeichen billiger betreiben als mit einer normalen Zulassung. Doch was ist dabei zu beachten? Wann rentiert sich ein Saisonkennzeichen?

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich ein Saisonkennzeichen immer dann sinnvoll ist wenn ein Fahrzeug jedes Jahr über mehrere Monate hinweg nicht bewegt wird. Dies ist vor allem bei Oldtimern, Youngtimern, Cabrios und Motorrädern der Fall. Da diese meist nur in der warmen Jahreszeit gefahren werden.

Einer der Vorteile des Saisonkennzeichens liegt darin, dass eine jährliche An- und Abmeldeprozedur nach der ersten Anmeldung entfällt. Saisonkennzeichen verringern außerdem die anfallende Kfz-Steuer und die Versicherungsprämie um jene Beitragsmonate, in denen das Fahrzeug nicht genutzt wird. So können die Kosten zum Betrieb des Fahrzeugs erheblich gesenkt werden.

Interessant dabei ist, dass das Fahrzeug auch in der Ruhezeit versichert ist. Zumindest werden Schäden ersetzt, wenn das ordnungsgemäß abgestellte Fahrzeug zum Beispiel gestohlen oder durch Dritte beschädigt wird. Hierzu muss allerdings eine entsprechende Kaskoversicherung abgeschlossen werden.

Was gibt es beim Saisonkennzeichen zu beachten?
In der Ruhezeit dürfen die Fahrzeuge weder gefahren (auch keine Probe-/Überführungs- oder Werkstattfahrt) noch auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen abgestellt werden. Der Versicherungsschutz gilt nur für private Garagen oder private, umfriedete Stellplätze. Der Oldtimer darf im Winter also nur auf dem eigenen Grundstück abgestellt werden. Auch Gemeinschaftsparkplätze eines Mehrfamilienhauses dürfen nicht verwendet werden.

Wer trotzdem außerhalb des Saisonzeitraums fährt, ist nicht versichert und verstößt somit gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Das kann empfindliche Strafen und Punkte in Flensburg nach sich ziehen. Bei besonders schweren Verstößen droht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Was im Falle eines Unfalls passiert dürfte wohl jedem klar sein. Die Versicherung steigt aus und der Fahrer haftet mit seinem Privatvermögen.

Um überteuerte Versicherungsprämien zu vermeiden sind regelmäßige Vergleiche der Versicherungsprämien notwendig. Bei zu teuren Prämien sollte die Versicherung gewechselt oder die bestehende Polizze "neu verhandelt" werden.

Bei Saisonkennzeichen ist in der Regel die taggenaue Beitragsberechnung vorteilhafter als ein so genannter Kurztarif, bei dem Saisonfahrer oft pauschal mit höheren Verwaltungsgebühren belastet werden. Ein Tarif-Check sollte also unbedingt durchgeführt werden.

Saisonkennzeichen vs. H-Kennzeichen

Für Besitzer von Oldtimern kann es vorteilhafter sein, wenn sie für Ihren ein historisches Kennzeichen (H-Kennzeichen) beantragen. Dazu muss das Fahrzeug jedoch älter als 30 Jahre sein und die Voraussetzugnen für Oldtimer in Deutschland erfüllen. Falls das Fahrzeug die Voraussetzungen erfüllt ist ein H-Kennzeichen oftmals die günstigere Alternative, außerdem gibt es dann keine zeitliche Einschränkung in der Nutzung des Fahrzeugs.  

Die Kosten für ein H-Kennzeichen sind mit rund 190 Euro für PKW-Oldtimer und 40 Euro für historische Motorräder je nach Zulassungszeitraum in den meisten Fällen günstiger als ein Saisonkennzeichen. Die Kombination von H-Kennzeichen und Saisonkennzeichen ist leider nicht möglich. Auch hier gilt, nur wer vorab vergleicht und die Vor- und Nachteile abwägt kann im Endeffekt Kosten sparen!

Weitere Informationen:

Wann ist ein Oldtimer ein Oldtimer?

Foto: GTÜ
Quelle: GTÜ