Route 66? Nicht im Toyota

Route 66? Nicht im Toyota


Schlau werden mit Carsablanca

Wer kann denn sowas ahnen? Erwartungsvoll schickte Toyota 1957 seine ersten Exportfahrzeuge auf den US-Markt. Natürlich wollte man nicht sparen und verlud nur Exemplare des Topmodells Crown auf die Schiffe. Doch der erste Crown versagte auf den Pisten des Westens.

Es fiel japanischen Ingenieuren schwer, sich die endlosen Weiten des Westens vorzustellen, durchzogen von langen breiten Straßen, auf denen man damals noch ohne Tempolimit brausen durfte. Japanische Straßen winden sich durch ein zerklüftetes Terrain, Mitte der Fünfziger waren sie schmal und nur in Bruchteilen asphaltiert. Da kam es vor allem auf ein robustes Fahrwerk und einen kurz übersetzten Antrieb an.

In den USA aber wollte man satte Kraft und eine ruhige Straßenlage bei hohen Geschwindigkeiten. Der Crown der ersten Baureihe RS-L hatte schüchterne 58 PS, und wie er sich bei 120 km/h verhielt, wusste in Japan niemand, weil man dort nirgendwo so schnell fahren konnte. Kein Wunder, dass der Crown nur Spott erntete – obwohl er im selben Jahr 1957 auf der Rallye Australien beweisen konnte, dass er wirklich hart im Nehmen ist.

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