Rolls-Royce gesteht: Zögling zur Bourgeoisie abgeschoben

Rolls-Royce gesteht: Zögling zur Bourgeoisie abgeschoben


Trivial Pursuit

Anfang der Sechziger hatte Rolls-Royce einen frisch konstruierten, seidensanft flüsternden Reihensechszylinder – aber nicht genug Geld fürs zugehörige Auto. Also schob man den Motor zu Austin ab

Um zumindest die Entwicklungskosten wieder reinzuholen, diente R-R seine Maschine dem Populärauto-Giganten British Motor Corporation an. Dort baute man das schöne Stück in die derzeit aktuelle Farina-Standardkarosserie, zog Leder auf die Sitze, Wurzelholz aufs Armaturenbrett und hatte den Princess 4 litre R. Der letzte Buchstabe verwies diskret unter die Motorhaube. Vielleicht ein bisschen zu diskret: Die Öffentlichkeit interessierte sich nur zurückhaltend für einen Mittelklasse-Austin mit Oberhaus-Allüren.

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