Orix: der Katalanen-Käfer

Orix: der Katalanen-Käfer


Schlau werden mit Carsablanca

Was gut ist für Deutschland, kann für Spanien nicht schlecht sein, dachte sich Juan Ramírez aus Barcelona – und baute seinen eigenen Volkswagen. Und der war gar nicht einmal schlecht.

Damit keine Klagen aus Wolfsburg kommen, zog er seinem Orix das Heck ein wenig in die Länge, drückte ihm die Nase ein bisschen tiefer und baute ins Heck einen Zweizylinder-Boxer von Panhard. Damit hatte der Orix 27 PS, mehr als sein vierzylindriges Vorbild, und lief 115 km/h – so ist es zumindest überliefert.
Der kreative Herr Ramírez brachte sogar eine Kleinserie zustande, zwischen 1952 und 1954 verkaufte er ungefähr 15 Stück an Freunde und Bekannte.

Eigentlich war eine größere Serie vorgesehen, aber da ihm das Industrieministerium keine Fertigungsstätte in Barcelona zuweisen konnte und Juan Ramírez seine Heimatstadt nicht verlassen mochte, wurde nichts aus dem bizarren Katalanen-Käfer.

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