Lotus: Neustart mit Kanten

Lotus: Neustart mit Kanten


Schlau werden mit Carsablanca

1968 errang Lotus zum dritten Mal die Konstrukteursweltmeisterschaft der Formel 1. Die Straßen-Lotus mochten schnell und schön sein – der Duft des Selbstbau-Autos umwehte sie dennoch. Damit sollte in den Siebzigern Schluss sein.

Lotus-Chef Colin Chapman beschloss, die Marke komplett neu zu starten: neues Werk, neues Image, neue Autos, neuer Motor. In der ihm eigenen Art ging er die Sache kompromisslos an. 1975 endete die Produktion aller bisherigen Baureihen; schon im Jahr zuvor brachte Lotus den neuen Elite heraus, der nicht nur vier vollwertige Sitze besaß, sondern auch einen Komfort, der für Lotus-Verhältnisse an Luxus grenzte, dazu einen neuen dohc-Vierzylinder. Allein die kantige Karosserie zeigte die Abkehr von der bisherigen Linie. Der Elite und seine Ableitungen blieben bis 1992 in Produktion, brachten Lotus aber nicht den gewünschten Durchbruch in den Massenmarkt.

Sie haben auch eine Perle des Wissens? Schreiben Sie der Redaktion.