Land Rover Oldtimer - spartanisch und zuverlässig

Land Rover Oldtimer - spartanisch und zuverlässig

Seit der Einführung des ersten Land Rover im Jahr 1948 steht sein genial schlichtes Design für einzigartige Stärke und überragende Leistung. Heute, über 60 Jahre später, sind immer noch viele dieser Oldtimer nach wie vor im Einsatz - viele davon unter harschen Bedingungen in den unwirtlichsten Regionen unserer Erde.

Die Erfolgsgeschichte des Land Rover reicht bis ins Jahr 1948 zurück. Sein Debüt feierte er am 30. April auf der Amsterdam Motor Show. Ursprünglich als robustes Arbeitstier für Landwirte konzipiert, wurde der Ur-Land Rover seitdem weiter entwickelt. Das grundlegende Layout des Land Rover orientierte sich am Willys Jeep und seinen Abmessungen. Allerdings erhielt er Motor und Getriebe aus dem Rover P3. Innerhalb nur eines Jahres überholte der Neuling im Verkauf sämtliche Rover-Modelle - und die Produktionszahlen zeigten weiter kontinuierlich nach oben.

Der erste Land Rover aus dem Jahr 1948 war perfekt konzipiert und konstruiert für extreme Anforderungen und Aufgaben. Das robuste Fahrzeug mit den kurzen Karosserieüberhängen kam vom Fließband bereits bestens gerüstet für Einsätze auf schwierigstem Terrain. Für den Geländeeinsatz verfügte der "Landy", wie er von seinen Freunden schon bald getauft wurde, über ein Reduktionsgetriebe. Der Antrieb auf die Vorderachse ließ sich per Zugschalter entkoppeln. Ansonsten präsentierte sich der Land Rover äußerst spartanisch.

Land Rover

1958 debütierte die optisch überarbeitete Serie II des Land Rover. Äußeres Kennzeichen der zweiten "Landy"-Generation: eine breitere Karosserie mit einer seitlichen Sicke, die sich nach vorn in die Kotflügel fortsetzte. Auch das Militär hatte mittlerweile die Qualitäten des Fahrzeugs entdeckt.

Das Militär und andere Behörden zählten schon bald zu den wichtigsten Abnehmern von Land Rovern. Insgesamt gingen bis heute rund 50 Prozent aller jemals produzierten Fahrzeuge der Land Rover-/Defender-Reihe an Militärs und Behörden, darunter Versionen mit Panzerung und Kettenantrieb sowie der "Lightweight" von 1965, der mit nur 1250 Kilogramm Leergewicht an den Hubschrauberhaken genommen werden konnte.

Im Geschäftsjahr 1970/71 stellte Land Rover mit mehr als 56 000 Fahrzeugen einen neuen Verkaufsrekord auf. Bezogen auf den Land Rover - den heutigen Defender - gilt er noch heute. Auch die Krise der britischen Automobilindustrie in den 1970er-Jahren, die Rover kräftig zusetzte, überstand der Geländewagen ohne Blessuren. 1976 rollte der einmillionste "Landy" von der Linie.

Land Rover Serie IIa

Inzwischen war 1971 die dritte Serie des Klassikers auf dem Markt erschienen, die sich äußerlich kaum von ihrem Vorgänger unterschied, unter der Alukarosse allerdings mit Details wie einem vollsynchronisierten Getriebe aufwarten konnte. Ab 1979 ersetzte der auf 91 PS gedrosselte 3,5-Liter-V8 aus dem Schwestermodell Range Rover als neue Topmotorisierung den Sechszylinder. Vorerst exklusiv bekam das Spitzenmodell der Baureihe einen permanenten Allradantrieb mit sperrbarem Zentraldifferenzial.

Das Jahr 1983 sah die Einführung des schraubengefederten Land Rover. Diese Baureihe ist noch heute aktuell, seit 1990 unter dem Namen Defender. Mit der Umbenennung wurde die Bezeichnung Land Rover zum Markennamen erhoben.

Seinen Erfolg verdankt "der Land Rover" nicht zuletzt seinem Ruf der Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Mangelte es den meisten Geländewagen lange an Komfort und einem eleganten Äußeren, so änderte sich dies im Juni 1970 mit Erscheinen des Range Rover. Der Neuling wurde praktisch über Nacht zum Inbegriff des luxuriösen Geländewagens. Auf der Straße wie im Gelände konnte der Range Rover gleichermaßen glänzen. So begründete er die Klasse der Luxus-Geländewagen und setzte einen Meilenstein in der Entwicklung der heute weit verbreiteten "Sports Utility Vehicle" (SUV).

Fotos / Quelle: Land Rover